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Dienstag, 18. Februar 2014

Zur Blauen Stunde

Du bist so weich, du gibst von etwas Kunde,
von einem Glück aus Sinken und Gefahr
in einer blauen, dunkelblauen Stunde
und wenn sie ging, weiß keiner, ob sie war.

Strophe aus dem Gedicht Blaue Stunde von Gottfried Benn




Freitag, 14. Februar 2014

Dienstag, 14. Januar 2014

Menjenguk Pak Pasek

Heute kam alles anders als geplant. Die ganze Nacht hatte schon der Wind ums Haus geheult. Als ich das Licht in der Küche einschalten wollte, blieb es dunkel. Kein Problem. Der Generator sprang auf Anhieb an. Noch schnell ins Internet bevor ich mich auf die Suche nach einer Schneiderin für die neue Bettwäsche mache. In den Bali Discovery News lese ich, dass sich bei Darwin ein tropischer Sturm bildet, der auch Auswirkungen auf das Wetter in Bali hat. Vor heftigen Winden, sintflutartigen Regenfällen, hohen Wellen und Erdrutschen wird gewarnt. Ich schlage die Warnung in den Wind und besteige meine Jupiter. Batterie schwach. Zum Glück hat sie ein Kickstarter-Pedal. Ich rolle los mit meiner Stoffkiste auf dem Hintersitz. Am Ende der Geraden zum Wald sehe ich ein Auto wenden und wundere mich. Nicht lange, dann wende ich auch. Ein Baumriese liegt quer über die Strasse. Das Angebot eines Jajan-Verkäufers, mein Motorrad über den Baum zu heben, schlage ich aus und bin schon bald wieder zuhause. Was jetzt? Könnte mir die Zeit im Internet vertreiben. Doch ich folge endlich der Stimme, die mir schon länger zuflüstert "besuche Pak Pasek". Pak Pasek ist der Nachbar von schräg gegenüber. Er hat mitgeholfen, unser Haus zu bauen. Hat überall angepackt, wo noch zwei Hände nötig waren. Keine Arbeit war ihm zuwider. Er war immer freundlich und hilfsbereit. Hat gesehen, wo es noch etwas aufzuräumen oder zu putzen gab, wenn andere ihren Job schon für getan hielten. Einige Male war er krank. Die Leute sagten, er hätte Gelbsucht. Nach der Bauzeit traf ich ihn manchmal auf der Strasse oder im Garten. Mal brachte er Holz nach Hause, mal schnitt er den riesigen Kapokbaum, mal pflanzte er junge Nelkenbäume oder besserte den Zaun aus mit Bambusstangen. Auch Zeremonien fanden statt. Sein 2.Sohn heiratete. Dann kam die 3.Enkelin zur Welt. Dann habe ich ihn lange nicht mehr gesehen. Die Leute erzählten, er sei zur Behandlung in ein Spital. Vor etwa 2 Wochen erzählte mir Kadek, unser Gärtner, dass Pak Pasek wieder zuhause sei. Dass er sehr schwach sei und einen riesigen Bauch hätte. Dazu sagte er noch banyak orang nengok, viele Leute nengok? Dem Sinn nach musste es sowas wie "besuchen" oder "Gesellschaft leisten" heissen. Ich suchte im Wörterbuch, fand aber keinen Eintrag unter nengok. Also fragte ich Luh Nik, meine Pembantu, und sie meinte, man könnte das Wort auch unter jengok oder jenguk finden. Und siehe da, jenguk=mit ausgestrecktem Hals Ausschau halten, besuchen, bei jdm. vorbeischauen. Das tat ich dann: menjenguk Pak Pasek. Und da lag er, abgemagert zu einem Häufchen Haut und Knochen mit aufgedunsenem Bauch. Langsam drehte er sein eingefallenes Gesicht zu mir und es war als ginge die Sonne auf nach langer Winternacht und schiene direkt in mein Herz.

Donnerstag, 23. Februar 2012

Teaching english

Before jumping into the pool...

here come the cats...

here come the snakes...

here come the spiders...

and finally the most ferocious lions of Bali...

Dienstag, 31. Januar 2012

Waves

"You can't stop the waves, but you can learn to surf."
Jack Kornfield


Wellen in Bali, Wellen in der Algarve...

Freitag, 27. Januar 2012

Teaching

What's your name? How old are you?
How many children? How many boys? How many girls?



Seit Anfang Jahr unterrichte ich unsere Nachbarskinder in unserem Gästehaus. Dank Shelley Vernon hat sich mein Lampenfieber in pure Freude verwandelt.


Und hier in Nachbar's Biergarten hat mein Lehrabenteuer angefangen...Könntest Du nicht die Kinder einmal die Woche englisch unterrichten? Guru Santi unterrichtet Indonesisch Lesen und Schreiben.

Freitag, 9. Dezember 2011

Tigabulanan

Nicht meins...zum ersten Mal Billi im Arm, für den die ganze Zeremonie veranstaltet wird.

Meine Belohnung für die Mithilfe beim Roko-Roko machen.

Die Männer der Nachbarschaft am frühen Morgen bei der Arbeit.

Bei unseren Nachbarn haben die Vorbereitungen für die Tigabulanan Zeremonie begonnen. Die Frauen sind beschäftigt mit Süssigkeiten vorbereiten, die den Gästen zum Kaffee serviert werden. Die Männer bauen das Dach und die Räume für die Feier aus Bambusstangen, die mit Wellblech bedeckt werden. Zur Bildung der verschiedenen Räume werden Tücher zwischen die Bambusstangen gespannt.

SchlarAFFENzeit

Bevor ich morgen zum Vipassana Retreat im Wat Kow Tahm aufbreche, letzte Runde durch den Garten.

Allamanda mit ihren gelben Riesenblüten umrankt langsam die Überflussröhre vom Pool.

Morgens frühstücken die Affen im Kapokbaum, wo die Samenkapseln aufgeplatzt sind und ihren wolligen Inhalt wie Schneeflocken über den Garten schneien lassen.

Ein Ast knickte unter dem Gewicht der Riesen-Durians.

Am noch jungen Maulbeerbusch wachsen zaghaft die ersten Beeren.

Von der Pergola baumeln die prallen Markisas und Passionsfrüchte.

Wie ein zweiter Teppich wachsen die Pintobohnen mit ihren kleinen, gelben Blüten über das Mutiaragras.

Darüber erblühen die Prachtsblüten der Passionsfrüchte.

Dienstag, 6. Dezember 2011

Ein Tag wie kein anderer

When I am not attached to the idea of meditation being confined to form, I can use each and every experience in life to enrich my compassion and wisdom development, helping me to understand the characteristics of existence.

aus: a little inspirational book from Rosemary and Steve Weissman

aus den Federn...

auf die Matte...

in den Pool...

willkommen neuer Tag...










Donnerstag, 10. November 2011

Regenzeit

blattlos im Regen

Durchblick

Regen auf Steinen

Regen im Pool

Fuchsschwanzpalme im Regen

Regen im Westen

Regen im Osten

Baustelle im Regen

Putu's Arbeitsplatz

Aussicht nach dem Regen

Dienstag, 4. Oktober 2011

Out for lunch

where is the cat?

Zeit zum Haareschneiden, auch wenn der Mond gerade nicht in Löwe oder Jungfrau steht. Ibu Kadek im Spa Kanaya ist gerade frei und macht sich gleich an die Arbeit. Erwartungsvoll frage ich sie, ob sie nachher noch Zeit zum Massieren hat. Sebentar? Nein, leider hat sie schon ein booking. Ok, dann kann mich ja jemand anders massieren. Wir verfallen wieder in Schweigen. Nach einer Weile fragt sie, ob ich noch einkaufen gehe. Nanu, so neugierig ist sie sonst nicht. Aber ich bin heute zu smalltalk aufgelegt und erzähle, dass ich noch Reis brauche. Der kostet etwa 8000 Rp. pro Kilo, erwidert sie. Einen Kamus (Wörterbuch) für meinen Tukang, der englisch lernen möchte, suche ich auch noch. Vielleicht gibt es das im Hardys nebenan. So gehen die Sätze hin und her. Bis Ibu Kadek plötzlich fragt, warum ich denn nicht zuerst einkaufen gehe und dann zur Massage komme. Bis dann sei sie mit ihrem booking auch fertig. Ahaaaa! Ja, warum eigentlich nicht? Und so zerzaust mir schon bald eine frische Brise im Hafen die kurzen Haare...

out for lunch im Hafen von Singaraja