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Donnerstag, 23. Februar 2012

Teaching english

Before jumping into the pool...

here come the cats...

here come the snakes...

here come the spiders...

and finally the most ferocious lions of Bali...

Dienstag, 24. Januar 2012

INTOUCHABLES

Wäre ich nicht hier, wäre ich gestern vielleicht mit meiner Mamifreundin ins Kino. So hab ich nach Filminformationen gegoogelt und mich mit Wörtern und Französisch vergnügt:
Lebenslust und nichts anderes
Säulenheilige
Earth, Wind and Fire reminds me of Passion Grace and Fire of Paco de Lucia
lemak tidak jenuh ganda = mehrfach ungesättigte Fettsäuren
unberührbar - unerreichbar wie meine Ideale
unberührbar - tabu, heilig
unberührbar - unverletzbar wie Luft und Wasser
unberührbar - zu schmutzig, zu eklig, igittigitt, Schmutz ist Schutz

Deux univers vont se télescoper, s’apprivoiser, pour donner naissance à une amitié aussi dingue, drôle et forte qu’inattendue, une relation unique qui fera des étincelles et qui les rendra… Intouchables.

Wenn euch das zu unausgegoren ist, dann braut euch selber was zusammen! Ganz spontan!

Draussen dampft die Nebelsuppe.

Zuhause im Nebel

Sonntag, 16. Januar 2011

Zwischen

im Westen: da kommt sie her, da geht sie hin

im Osten: da ballt sich was zusammen

schwebend im Wasser zwischen Himmel und Erde

zwischen den stürmen - stille
zwischen den wolken - himmel
zwischen den gipfeln - täler
zwischen den tagen - nächte
zwischen den landungen - fliegen
zwischen den worten -
zwitschern

Montag, 1. November 2010

Teatime - neu inspiriert


Less than half a mile from the last houses, to the south, the Almonda, for that is the name of my village's river, meets the Tejo, which (or, if you'll allow me, whom) it used to help, in times past and as far as its limited volume would allow, to flood the fields when the clouds unleashed the torrential winter rains, and the dams upstream, brimful and bursting, were obliged to discharge the excess of accumulated water.
small memory of José Saramago, who died this year on June 18

Montag, 11. Oktober 2010

Vor 6 Jahren...

...hab ich mir mit Jesùs Zamora angeschaut.

Montag, 13. September 2010

Heilung durch Kommunikation

Damit Kommunikation überhaupt stattfindet, müssen mindestens zwei Teile zusammen kommen; es muss also etwas geben, das sich zusammen bewegt. Das Wort Kommunikation heisst ja "zusammen kommen". Gehen wir davon aus, zwei Personen unterhalten sich und verstehen sich nicht wirklich, der Versuch zu kommunizieren wird zu keiner wirklichen Kommunikation führen, weil beide Gesprächspartner sich auf unterschiedlichen Ebenen bewegen. Sie stehen nicht in Resonanz miteinander. Wirkliche, essentielle Kommunikation bedeutet dagegen, dass wir auf einer Ebene in Resonanz sind. Dies gelingt zum Beispiel durch aktives Zuhören und Sich-Einlassen auf das, was der andere wirklich meint, und eindeutig darauf zu antworten, anstatt reaktiv zu sein oder sich zurückzuziehen.
Das bedeutet, dass wirkliche Kommunikation mit tiefer Übereinstimmung mit der Person, mit der man spricht, zu tun hat, und nicht nur mit dieser Person sondern auch mit sich selber. Denn unsere Art zu kommunizieren verrät sehr viel über uns selbst. Es ist wichtig zu erforschen, wie sehr und ob man überhaupt im Hier und Jetzt mit seinem Gegenüber ist, ohne Beurteilung oder falsche Ausreden. Es geht einfach darum, wahrzunehmen, was ist, und sich dem zu stellen. So können - im Falle eines Konflikts - Lösungen gefunden werden, die über das punktuelle Problem hinausgehen.
...
Kommunikation hat mit "miteinander rollen" zu tun, und wenn man dagegen arbeitet, wird es zur Kont-rolle. Man arbeitet also gegen eine natürliche Bewegung. In Resonanz zu sein, bedeutet somit, miteinander zu rollen.


aus dem Interview mit Stéphano Sabetti im Buch Heilung aus der Mitte von Anne Devillard, das meine liebste Freundin aus Portugal nach Bali gebracht hat und das mir jetzt hilft, die Kommunikation wieder ins rollen zu bringen.

Sonntag, 10. Januar 2010

Baustellen-News 2010

Baustelle nach windiger Nacht

Der Bau geht auch dieses Jahr weiter. Noch eine Regenzeit. Doch das Dach ist drauf und viele Arbeiten können jetzt im Trockenen durchgeführt werden: Fenster montieren, verputzen, malen, Fliesen legen, Kabel einziehen, Steckdosen und Schalter montieren.
Über den Swimming Pool spannt sich eine neue Zeltkonstruktion, nachdem uns Wind und Regen die vorherige Zeltkonstruktion zerrupft haben.
Seit über einer Woche warten wir auf den Lemkra Fliesenkleber "just do it". Wegen der Festtage war die Fährverbindung nach Java für Lastwagen gesperrt. So werden im Moment Batu Pilah (eine Art Schiefersteine) und Palimanan (hiesiger Sandstein mit schönen Mustern) im konventionellen Mörtelbett verlegt und die bereits verlegten Poolfliesen werden mit Lemkra FS Nat verfugt, das soll den Algenbewuchs verhindern.
Die Holzfenster sind fast alle montiert und lassen sich schieben und klappen, dass es eine Freude ist. Dank der Schleifmaschine und der sorgfältigen Arbeit von Kadek Ama fühlen sie sich an wie Samt und Seide.
Und immer wieder stehen wir vor sprachlichen Herausforderungen. Letzte Woche kam Putu Teken mit einer Schraube und wollte "piser". Im Wörterbuch weder unter "p" noch unter "b" zu finden. Also kurz überlegt, was passt zu Schrauben? Vielleicht Dübel? Ich gehe in die Werkstatt und finde dort Schachteln mit Dübeln, alle haben die Aufschrift "Fischer". Und jetzt ist mir klar, dass "piser" von "Fischer" kommt und nicht von Pariser. Die Balinesen verwechseln gerne "p" und "f". Was dann aus "verputzen" wird, kannst Du Dir selber ausmalen.

Blick nach Westen mit Bale Bengong

Beute von der Fliesenjagd in Denpasar: warten auf "just do it"

Spiel mit Fliesen: so oder so oder doch lieber so ...

zerrupft und zerfleddert

neue Zeltkonstruktion

Schiebefenster nach Westen

batu pilah

Mittwoch, 4. November 2009

Verwirrung

Die Luft erzittert von explodierenden Feuerwerkskörpern und Böllerschüssen. So muss es auf dem Schlachtfeld sein. Doch ich befinde mich in einem vermeintlich sicheren Apartment in der 5.Etage in Chiang Mai. Die Thais feiern Loy Kratong mit viel Lärm. Ich tauche ab in meine Schatzkiste, blättere im Nachtzug nach Lissabon:

Und dann las sie Sätze, die in ihr eine betäubende Wirkung entfalteten, denn sie klangen, als seien sie allein für sie geschrieben worden, und nicht nur für sie, sondern für sie jetzt und hier.
Von tausend Erfahrungen, die wir machen, bringen wir höchstens eine zur Sprache, und auch diese bloss zufällig und ohne die Sorgfalt, die sie verdiente. Unter all den stummen Erfahrungen sind diejenigen verborgen, die unserem Leben unbemerkt seine Form, seine Färbung und seine Melodie geben. Wenn wir uns dann, als Archäologen der Seele, diesen Schätzen zuwenden, entdecken wir, wie verwirrend sie sind. Der Gegenstand der Betrachtung weigert sich stillzustehen, die Worte gleiten am Erlebten ab und am Ende stehen lauter Widersprüche auf dem Papier. Lange Zeit habe ich geglaubt, das sei ein Mangel, etwas, das es zu überwinden gelte. Heute denke ich, dass es sich anders verhält: dass die Anerkennung der Verwirrung der Königsweg zum Verständnis dieser vertrauten und doch rätselhaften Erfahrungen ist. Das klingt sonderbar, ja eigentlich absonderlich, ich weiss. Aber seit ich die Sache so sehe, habe ich das Gefühl, das erstemal richtig wach und am Leben zu sein.

Wenn es so ist, dass wir nur einen kleinen Teil von dem leben können, was in uns ist - was geschieht mit dem Rest?

Das ist mir grad egal, bin ganz mit dem kleinen Teil beschäftigt!

Mittwoch, 8. Juli 2009

Gute Aussichten

soweit das Auge reicht...bis zu den Vulkanen von Java

zwischen Himmel und Erde unser Lebensraum

Blick ins Grünblaue


Heute morgen haben die wahlberechtigten Menschen von Indonesien einen neuen Präsidenten gewählt. Unsere Arbeiter haben sich dafür freigenommen. Ich habe meine Nachbarin zum Wahllokal begleitet.
In den letzten Tagen hat ein kühler Wind die Atmosphäre gereinigt. Temperatur und Luftfeuchtigkeit sind gefallen. Der Liebste hat das warme Duvet aus Chiang Mai mitgebracht. Winter in Bali.
Ich lerne englische Vokabeln hier und indonesische Vokabeln hier.
Und noch eine gute Aussicht: NOTIFICATION OF GRANT OF AN EVISITOR FOR TOURIST PURPOSES. Der Weg zur Teilnahme am Permaculture Design Certificate Course in Melbourne steht offen.

Samstag, 4. Juli 2009

Dreaming of a Zulu Hut

Sometimes when I see the heaps of sand and think of the hundreds of bags of cement already used in the foundations and walls of our house I start longing for a simple lifestyle. Today this longing was answered by Lucky Dube singing ngiyakuthanda while my beloved was cooking a creative lunch from the sweet potatoes our gardener dug out yesterday: mariage de pommes de terres avec mahi-mahi cuit dans sauce au safran. Lucky me who lives in luxury dreaming of a zulu hut.

Sonntag, 3. Mai 2009

3 Zauberworte für Frieden

danke - bitte - verzeih mir
thank you - please - sorry
terima kasih - tolong - maaf
merci - s'il vous plaît - excusez-moi
gracias - por favor - lo siento mucho
grazie - per favore - mi dispiace
obrigado - faz favor - sinto muito
tack - snälla - jag är ledsen

Samstag, 27. Dezember 2008

NUR ein Wort

Manchmal denken wir, wenn wir etwas geschrieben oder gesagt haben, ist ja nur ein Wort. Was für einen Unterschied macht es, ob ich dieses oder jenes Wort verwende?

Wie fühlt es sich an und wie reagierst Du,
wenn jemand hinter Dir steht
wenn jemand vor Dir steht
wenn jemand neben Dir steht
wenn jemand zu Dir steht
wenn jemand über Dir steht
wenn jemand unter Dir steht
wenn jemand auf Dich steht
wenn jemand Dir in den Rücken fällt
wenn jemand Dir auf die Schulter klopft
wenn jemand Dir in die Augen schaut?

Wie fühlst Du Dich,
wenn Du vor jemandem stehst
wenn Du hinter jemandem stehst
wenn Du neben jemandem stehst
wenn Du zu jemandem stehst
wenn Du über jemandem stehst
wenn Du unter jemandem stehst
wenn Du auf jemanden stehst
wenn Du jemandem in den Rücken fällst
wenn Du jemandem auf die Schulter klopfst
wenn Du jemandem in die Augen schaust?

GEDANKEN WIRKEN
WORTE WIRKEN
HANDLUNGEN WIRKEN
WIRKLICHKEIT

Freitag, 19. Dezember 2008

es weihnachtet....

Thea bringt Schweizer Weihnachtsgebäck-Kultur auf unsere Baustelle. Ich lasse mich inspirieren und versuch es mal mit Makrönli aus frisch geraffelter Kokosnuss, Kakaopulver und Palmzucker.
Eine DHL Lieferung von Mona aus Malaysia verschafft mir das Abenteuer, ein Treffen auf Indonesisch zu vereinbaren. Nach etlichen SMS hin und her, "saya sudah datang di Hardys plaza. pak ke mana?", "di Hardys, jln raya", "tunggu. saya datang ke sana", "saya sudah datang. pak ke mana?", "di pintu masuk", "saya tunggu di pintu masuk", "pintu masuk di dalam atau di luar?", "di luar", dann einem unverständlichen Anruf und endlich unter verzweifelter Zufluchtnahme zu einem in der Nähe stehenden Indonesier mit Englischkenntnissen die Klärung der geografischen Positionen und Übergabe des Päckchens.
Und im Posteingang landen Weihnachtswünsche mittels sprechendem Hund und tropischem Weihnachtsbaum.
Im Warung Dolphin teile ich eine Portion Satay Coconut mit 2 Paaren aus der Schweiz, die froh sind hier mit Delphinen schwimmen zu können statt im Schneematsch auf Zürcher Strassen Tram fahren zu müssen.
Ansonsten verfliesst die restliche Zeit des Jahres und der neue Verputz an der Nordwand im Regen.

Der heftige Wind von neulich hat den Deckel eines Bienennests geöffnet. Pak Sui hat einige Waben mit Honig herausgeholt. Und die Frage, wie der Honig aus der Wabe ins Glas kommt, hat sich geklärt.

molen = Zementmischer, cor = giessen
Die Arbeiter transportieren wieder den Zementmischer vom Nachbar heran, um den oberen Ring zu giessen.

pisang, mangga dan paku
Bananen, Mangos und Nägel
Stilleben im Wohnzimmer auf der Baustelle

Samstag, 15. November 2008

Verschreier

Unendlichkeit - Undenklichkeit
Wegbeschreibung - Wegbeschreiung

E H R G E I Z
G E H R E I Z
Z E I G H E R
Z E H G I E R
H E R Z I G E
G I E R Z E H

Was ist heute mit mir los? Astro.com bringt's auf den Punkt:

Anregung gesucht
Schwacher Einfluß: Heute während des Tages verspüren Sie eine angenehme Unruhe und halten Ausschau nach anregenden Erlebnissen und stimulierender Gesellschaft. Zuhause können Sie möglicherweise die gewohnte Situation nicht ertragen, und es mag Ihnen gelingen, sie etwas zu verändern oder wenigstens für eine Weile interessanter zu gestalten. Auch eine anregende Freundschaft läßt sich jetzt schließen, oder ein alter Freund taucht unvermutet wieder auf. Es könnte sich auch um einen Menschen handeln, der Ihnen beruflich vorwärtshilft oder Ihnen Gelegenheit zu einem Tapetenwechsel verschafft. Besonders weibliche Bekannte spielen jetzt eine solche Rolle. Das Bedürfnis nach neuen Erlebnissen erstreckt sich auch auf den geistigen Bereich. Sie sind auf der Suche nach neuartigen Gedankenformen, die Ihre Phantasie anregen.

Montag, 16. Juni 2008

Ahaaaaa!


Vor einigen Tagen habe ich die Aussicht nach Java bewundert. In der klaren Morgenluft waren 3 Vulkankegel am Horizont zu sehen. Per Zufall fiel mein Blick auch auf die Baumkronen im Vordergrund und entdeckte dabei 3 zylinderfoermige Holzbehaelter, die da baumelten. Da ging mir ploetzlich ein Licht auf. Das mussten die Bienenkoerbe sein, die ich schon lange gesucht hatte und nirgends entdecken konnte. weil ich nach Koerben oder Kisten Ausschau gehalten hatte, die auf dem Boden stehen und so aussehen, wie ich sie von der Schweiz und Portugal her kannte. Als meine Nachbarin Sri mich vor einer Weile informierte, dass die Bienenkoerbe jetzt fertig seien und fragte, wo sie aufgestellt werden sollten, kam ich nicht auf die Idee, dass sie mit aufstellen auch aufhaengen meinen koennte, obwohl sie gleichzeitig noch nach einem Seil gefragt hatte.

Wie oft sind meine Wahrnehmungen, Ansichten und Meinungen ueber die Dinge nicht zutreffend?

Wenn ich irgendetwas denke, wie oft denke ich dann nur das, was ich denken will, und nehme die Dinge durch die Brille meiner alten Konditionierung wahr?

Wie oft haben mich meine Ansichten, Wahrnehmungen und Meinungen daran gehindert, offen zu sein, zu lernen und zu wachsen?

Dienstag, 20. November 2007

Parabens

Heute morgen aufgestanden ohne richtig wach zu sein. Augen massiert in der Yogastunde bei Noriko. Bamboo Charcoal Detoxifying Shampoo gekauft.
Mit wachen Augen auf der Packung gelesen:
PARABENS FREE
no silicones/glycols
no lauryl/laureth sulfates
no synthetic dyes/fragrances
no animal ingredients/testing

Parabene fristen ihr Leben in der Regel inkognito in Lebensmitteln unter den Pseudonymen E214 bis E219 und in Kosmetika unter Methyl-, Ethyl-, Propyl-, Butyl- Benzylparaben oder einfach Konservierungsstoffe. Was sie im Körper bewirken ist nicht genau bekannt. Parabens!

Die Mitte des Tages in trauter Runde bei Salade Niçoise und Machiavelli vergambelt. Durch den Regen heimgefahren worden.

Mittwoch, 31. Oktober 2007

Tiegel

Trübe Stimmung draussen. Wie ein Novembertag am Zugersee. Doi Suthep ist von Nebel umwabert. Ein paar Regentropfen küssen mich auf dem Heimweg vom Raan Kaffee Wawee, wo ich die müden, begeisterten, grabenden und am Ende nach oben ausschlagenden AA's mit meinen Mundsprechwerkzeugen geformt habe, so wie es mir meine neue Lehrerin Lah (begeistert ansteigend, dann fallend ausgesprochen) diese Woche vorgemacht hat. Zuhause widme ich mich ganz meinen Fundlingen der letzten Tage. Ein Juhuuuuchzer, Lichtbilder und ein Liebesbrief, alles aus der Algarve, bringt Jubel in mein Herz.
Überraschendes Wiedersehen mit Sara aus dem Wat Kow Tahm. Ich half gerade Anutschit, einem burmesischen Novizen im Wat Umong, einen englischen Text über Generosity richtig auszusprechen und wortmässig zu verstehen, als Sara plötzlich lächelnd dastand. Das Wiedersehen mit ihr wirkte, wie wenn jemand eine Tür, die schon fast zugefallen war, mit einem Ruck wieder aufstiess. Die Tür hinaus in den unbegrenzten Raum der Freiheit. Ein frischer Wind wehte herein, wirbelte alten Staub auf und reicherte alle Zellen mit belebendem Sauerstoff an. Eine weise Freundin am Weg.
Die Yogagruppe mit Carol, Joyce und Noriko im Cafe Pandau ist eine weitere Perle unter meinen Fundlingen. Ich lerne mit den Knochen und Knöchelchen meiner Füsse zu kommunizieren. Bodytalk vom Feinsten!
Im Raan Sukaphaap Aden, dort, wo es den grüngrünen Saft gibt, lag kürzlich ein Prospekt mit dem Titel TianZi Asia. Drin der Hinweis auf Tea from mountain forests und ein neues Tea House in Chiang Mai. Der Prospekt lag einige Tage neben meinem Laptop, bis ich mich gestern mit meinem Liebsten auf die Suche machte. Welch eine Freude wartete da auf uns. Zuoberst auf dem Menu Burdock Bites, die mich sofort interessierten. Burdock, ein Wort, das mir auf Speisekarten und auch sonst noch nie begegnet war. Wir bestellten und machten Bekanntschaft mit lauwarmen, schräg geschnittenen Scheiben einer weisslichen Wurzel. Die Scheiben waren mit Zwiebelwürfelchen besprenkelt und schmeckten säuerlich, süsslich und ganz entfernt nach Rettich. Liebe auf den ersten Biss! Bei Wikipedia fand ich dann heraus, dass Burdock grosse Kletten sind und von Skandinavien bis Portugal bis nach China und Japan als Nahrungs- und Heilmittel bekannt sind. Der Verzweiflungsruf meines Vaters kam mir wieder in den Sinn, wenn wir ihn zu dritt umdrängten: Ihr sind doch Chlette! Ein anderer Schweizer, Georges de Mestral, verzweifelte nicht, sondern schaute sich von der Klette den Klettverschluss ab. Das Leckerli zum Puer Tee möchte ich Euch nicht vorenthalten: getrocknete Cherry Apples! Gemäss meinem Liebsten ein Erlebnis wie Kauen von Löschpapier mit Boskopgeschmack.
Mittlerweile haben sich die Regentropfenküsse in ein unüberhörbares Blechdachgetrommel verwandelt. Welch ein Glück, im Trockenen zu sitzen!

Lichtbild von Inge: Adlerauge ist achtsam

Samstag, 8. September 2007

Makan angin


Heute habe ich indonesische Begrüssungsworte studiert. Und in Zukunft werde ich auf die Frage Mau ke mana? - Wohin gehst Du? antworten Makan angin! - wörtlich Wind essen! oder eben Frische Luft schnappen! Das habe ich heute morgen im Huay Kaew Fitnesspark gemacht und als ich bei meinen Chi Gung Übungen war, hat sich ein frisch geschlüpfter Schmetterling auf den Betonsockel neben mir gesetzt und mit den Flügeln seine Chi Gung Übungen gemacht.
Wovon träumen Menschen noch, wenn sie, sagen wir 80 oder 90 oder 100 Jahre alt sind? Heute morgen um 1 Uhr hat mir Alexandra David-Néel eine Antwort darauf gegeben. Sie wollte noch einmal nach Tibet reisen und hat ihren Pass erneuern lassen. Ich konnte meinen Laptop erst ausschalten, als ich ihre ganze Lebensgeschichte gelesen hatte. Ja, so könnte ich mir auch vorstellen, 100-jährig zu werden.

Teepause mit einem Brownie vom Seven-Eleven

Donnerstag, 30. August 2007

Wortgarten

Nicht am Ende der Welt, aber am Rande der Schweiz in der Villa Kassandra bin ich 2 Tage mit 9 Frauen in den Wortgarten von Luisa eingetaucht und habe Worte gesät und geerntet, beschnuppert, erspürt, besummt und berasselt, mit ihnen gespielt und sie zu Geschichten verwoben. Jubel hat sich in mir ausgebreitet und den Weg über meine Lippen und bis in meine Finger- und Zehenspitzen gefunden.
Anregungen für Wortspielereien und Sprachbewusstsein findet ihr in Wortwechsel.





Montag, 30. Juli 2007

Lebenskunst

Ab und zu muss ich für irgendwelche administrative Behörden Zettel ausfüllen. Darauf steht häufig die Frage nach dem Beruf. Früher schrieb ich mal lic.oec. oder Wirtschaftsinformatikerin. Dann kam eine Zeit, wo ich guten Gewissens Hotelmanagerin schreiben konnte. Ja, und dann schrieb ich eine Weile Selbständigerwerbende. Dann hörte das Erwerben auf und das Loslassen begann. Die Frage kam immer wieder und nagte an mir, stürzte mich in eine administrative Identitätskrise. Erst die Freundschaft zu einem Künstler erlöste mich daraus. Jetzt schreibe ich mit einem Lächeln Lebenskünstlerin.