Posts mit dem Label Permakultur werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Permakultur werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Dienstag, 2. Oktober 2012

Samen und Gandhi

"Samen sind die Quelle des Lebens..." sagt Vandana Shiva in ihrer Erklärung zur Freiheit der Samen, die ich heute hier unterschrieben habe. Wir alle haben uns aus einer winzigen Samenzelle entwickelt. Samen enthalten alle Möglichkeiten des zukünftigen Lebens. Sie sollten nicht patentierbar sein. Deshalb habe ich unterschrieben und weil die Zukunft davon abhängt, was ich heute tue.
"The future depends on what you do today." Zitat von Mohandas Karamchand Gandhi, der heute vor 143 Jahren geboren wurde.

Mittwoch, 21. September 2011

Diebstahl im Dschungel (2)

Reserveleitung

Aufbruch zum Tatort

obere Schnittstelle

untere Schnittstelle mit Verbindungsteil

Tatort beim Erdrutsch

Leitung abrollen


Leitung ziehen

herausgerissene Leitung

gut verwurzelt an ihrem Platz

Einer für alle, alle für einen! 19 Männer aus der Nachbarschaft versammeln sich frühmorgens bei unserem Tor. Bin tief berührt und richtig froh, soviele Männer um mich herum zu haben. Die Absicht ist, die Leitung möglichst schnell wieder zu verbinden, tiefer einzugraben und mit Steinen zu schützen. Zusätzlich soll die grosse Anzahl die Diebe beeindrucken und abschrecken. Ausgerüstet mit Hacken und einer Reismahlzeit ziehen die Männer los. Jeweils 2 Mann tragen die Leitungsrolle aufgespiesst auf eine Bambusstange auf den Schultern. Ich folge mit Fotoapparat zum Aufnehmen des Tatorts. Im Ohr erklingt die Titelmusik. Der Pfad ist schmal und führt alles dem Steilhang entlang über Wurzeln, an Felsbrocken vorbei, durch ausgetrocknete Bachbette, unter umgefallenen Baumstämmen hindurch, auf und ab. Ich versuche mir, den Weg einzuprägen, damit ich ihn alleine wieder zurück finde. Nicht so einfach, denn rückwärts sieht alles anders aus als vorwärts. Drehe mich immer wieder um und halte Ausschau nach markanten Bäumen und anderen Merkmalen. Steil hinauf kraxle ich auf allen vieren, immer wieder testend, ob die sich anbietenden Wurzel- und Astgriffe auch wirklich Halt bieten oder nur morsches Holz sind. Dann endlich, am Tatort. Bin zuerst mal völlig verwirrt, da wir von oben auf die Leitung gestossen sind und nicht von unten. Aber mit der Zeit gelingt es mir, die innere Karte wieder der Wirklichkeit anzupassen. Ich muss mich beeilen mit fotografieren, denn die Männer beginnen gleich mit graben und schon bald kann ich dem frischen Leitungsbett folgen. Beunruhigend ist, dass die Leitung von der unteren Schnittstelle abwärts schon mehrere hundert Meter aus der Erde herausgerissen ist. Die Diebe scheinen wiederkommen zu wollen.
Gegen Mittag führt mich P.Santika bis zu einer Stelle, von wo ich den Heimweg finden sollte. Dann bin ich allein im Dschungel...Stille, Knacken, in mir erwachen meine Schreckgespinnste...volle Konzentration auf den Pfad...Schritt um Schritt...aahhh, da ist sie, die Strasse, die Zivilisation, die eingebildete Sicherheit...
Erstmal die zittrigen Knie beruhigen, ausruhen und was essen!
Gegen ein Uhr sprudelt wieder Wasser aus der Leitung. Gegen 3 Uhr kommen die Männer zurück, zufrieden nach getaner Arbeit. Ich verteile den Tageslohn von 70'000 Rupien.
Später kommt P.Agus mit Sri und wir vereinbaren, dass ich morgen bei der Polsek Sukasada Anzeige erstatte.
Voller Freude bewässere ich den Garten. Wie schnell Wasser für mich ein Thema werden würde, hätte ich nicht gedacht, als ich am Samstag die Vorträge zu diesem Thema via Internet live stream von der IPC 10 in Jordanien mitverfolgte:

Was ist die Geschichte des Platzes?
Was ist die Geschichte des Wassers an diesem Platz?
Und was ist meine Rolle in dieser Geschichte?

Mittwoch, 5. Januar 2011

Aus Alt mach Neu

Frisch gekeimt: Kakao, Jackfruit, Juwet

Milch kaufe ich immer noch, entweder als Kondensmilch in Blechbüchsen oder als Frischmilch in Tetrapaks. Die Blechbüchsen hat Putu für Weihnachten mit gestanzten Lochmustern verziert. So fristen sie nun ein neues Dasein als Kerzenhalter. Die Tetrapaks schneide ich oben ab und mache in den Boden ein paar Löcher. Da sie schmal und hoch sind, eignen sie sich gut als Keimtöpfe für Samen, die Pfahlwurzeln machen.

Montag, 1. November 2010

Neuer Ausblick

Kadek am Werk im Lantorobaum

Aussicht vorher

Aussicht nachher

Die ideale Zeit zum Bäume schneiden ist anfangs Regenzeit, wenn die Niederschlagsmenge die Verdunstungsmenge übersteigt. Das Laub wird zum Mulchen verwendet. Die Äste je nach Grösse für Zaunpfähle, Erdbefestigungen, Brennholz oder Mulch. Die jungen Schoten sind essbar.

Sonntag, 17. Oktober 2010

Denkmal - denk mal!

Denkweise - Mindset

Mein Versuch mag scheitern, aber möge ich nicht darin scheitern, den Versuch zu machen!

Sonntag, 3. Oktober 2010

Gartenfreud - Gartenleid

Die Affenbande aus dem Dschungel mag junge Papayablätter und sie weiss genau, wann Gärtner Kadek nach Hause geht. Schon 2 Papayas im Kokoskreis sind geköpft.

Putu hat die Kräuterspirale beim Eingang fertiggemauert. Kadek füllt sie mit guter Erde.

Tod am frühen Morgen: Möhrli hat einen unvorsichtigen Perenjak erwischt. Die Schwanzfedern fehlen.

Im Pergolabeet wuchert es wild und die ersten Auberginen und Bohnen sind reif.

Anfang Juni 2010 sah es hier noch so aus:

Dienstag, 20. Juli 2010

Alltagswunder

schwimmen im Pool vor dem Frühstück

Mittagessen zubereitet von Ari

Helikonienblüte im Garten

Heuschrecken-Liebespaar auf einem Auberginenblatt

Rosellafrüchte

Rosellakäfer

Sonntag, 10. Januar 2010

Um's Haus herum

Raupe an der Hauswand, am verpuppen?

Erosion auf dem Weg zum Haus

Süsskartoffeln frisch geerntet im Bananenblatt

Erdorchidee - spathoglottis plicata

Spätzli für's Schätzli

ein Lächeln für Dich...

Seit einigen Wochen versuchte mein Liebster immer wieder, mich zum Spätzli kochen zu verführen, da es hier in Bali keinen Migros gibt, wo man Fertigspätzli kaufen kann. Gestern habe ich die Herausforderung angenommen und mich erstmal hier schlau gemacht, da ich meine Oma aus Balingen im Schwabeländle nicht mehr fragen kann. Mangels Spätzlesbrett und -schaber habe ich ein Plastikbrett und Plastikschaber benutzt. Den Teig habe ich mit einem Holzlöffel ohne Loch geschlagen, bis er vor Blasen schlagen stöhnte. Dabei gingen mir viele Erinnerungen durch den Kopf. Die Ferien als Kind bei Oma und Opa. Der Gemüse- und Beerengarten, wo es immer was zu naschen gab. Die grosse Wiese mit den vielen Apfel-, Birnen-, Quitten- und Zwetschgenbäumen. Der Stall mit den Hasen, die wir immer mit Löwenzahnblättern gefüttert haben. Der Kompostplatz hinter dem grossen Apfelbaum. Der Eimer mit Putzwasser zum Spülen neben der Toilette. Die holzgefeuerte Badewanne im Keller, die immer am Samstag eingeheizt wurde. Die Holzgestelle im Keller, die immer gefüllt waren mit Marmelade und Eingemachtem und wo die Boskopäpfel für den Winter eingelagert wurden. Ja, meine Oma hat nach den Methoden der Permakultur gewirtschaftet lange bevor Bill Mollison den Begriff definierte. Aber damals war sie altmodisch und wir wohnten in der Stadt und führten ein modernes Leben. Langsam werden die Folgen dieses modernen Lebens sichtbar. Wie gut, sich da an eine solche Oma und ihre Methoden erinnern zu können.

Sonntag, 11. Oktober 2009

Fruehling in Melbourne

Tagebuchnotizen vom Sonntag, 20.9.2009:
Wonderful spring day in Melbourne. Goal of the day: Adjusting. Getting familiar with the guest house and the city and the climate. Which means for me to get up with the sun and go outside to feel the weather with all senses and to wake up the body. As the entrance door is still locked I make sure to have my key with me. Does not help much though. Then I do not succeed to unlock the door with it. So I stand outside in my pyjama with only a towel and the key in my hand. Don't want to wake up anybody on early Sunday morning. So instead of having a hot water before I go for my morning walk I decide to go for a morning walk before I have a hot water. Discovering the Royal Botanic Gardens nearby.
Back again familiarize with the kitchen facilities when making breakfast.
Walk to the visitor centre at Federation Square and buying a weekly ticket to travel around in Melbourne. Then hoping on the free tourist shuttle bus for sightseeing. Hoping off at Queen Victoria Market to buy some organic vegetables and fruits and taking the opportunity to buy a water- and windproof driza-bone jacket with a 30$ discount.
Finishing the bus tour and getting back to store the veggies and getting ready for the visit of the arts market at the esplanade. Dipping the toes in the sand and the sea. Eating an apple and looking out south to Antarctica while the spring sun warms my face.
Sharing joy, laughter, stories and insights with my friend Elena who arrived late last night from greece...
Riding home on tram 16 to cook pumpkin soup and setting up the internet connection with the wifi spot preparing for the start of the course tomorrow.

Meine Eindruecke vom Permakultur Kurs habe ich hier veroeffentlicht.
Permakultur in der Schweiz: www.permakultur.ch
Permakultur in Schweden: www.permakultur.se
Permakultur in Portugal: www.permaculturaportugal.blogspot.com
Permakultur in Thailand: www.panyaproject.org

Dienstag, 6. Oktober 2009

Boules im Handgepaeck

Vor einigen Wochen kam mir die gloriose Idee zwischen Swimming Pool und Haus einen Petanque Court anzulegen. Ein solcher Platz braucht weder Bewässerung, noch muss Rasen geschnitten werden und er kann sowohl zum Spielen, Sonnen im Liegestuhl, wie auch zum Trocknen von Kaffee- und Kakaobohnen und Nelken benutzt werden. Also ganz im Sinne des Permakultur Designs, wo jedes Element mindestens 3 Funktionen haben sollte. Mein Liebster war zuerst etwas skeptisch, hat dann aber schon mal eine Flasche Pastis gekauft und nach Boules Herstellern in Australien geforscht. Alsbald landete dann auch ein email mit Links zu Herstellern verbunden mit einem Beschaffungsauftrag in meiner Mailbox. Und ab ging's zum Permaculture Design Course in Melbourne. Nach einigem Hin und Her von emails und SMS mit Miguel von Australia Boules wurden die Kugeln in ihrem Zipperbag rechtzeitig vor meiner Abreise aus Melbourne ins St.Arnaud Guest House geliefert. Eine Kugel wiegt gut 700g, 8 Stück davon packte ich in meinen Koffer. Dafür kam das dicke Permaculture Design Manual ins Handgepäck in der Hoffnung, dass so der Koffer die 20kg Marke nicht überschritt. Doch die Anzeige am Check-In Schalter pendelte sich auf 23kg ein und Bob von JetStar Airline stellte mich vor die Wahl, entweder 40$ Übergewicht zu bezahlen oder den Koffer zu erleichtern. Ein indonesischer Bauarbeiter muss 8 Tage arbeiten, um soviel Geld zu verdienen. Also packte ich die Kugeln ins Handgepäck und das Manual wieder in den Koffer, was die Anzeige auf unter 20kg brachte. Ich lächelte Bob zufrieden an bis zur nächsten Frage, wann ich denn Bali wieder verlassen würde? Ich: "Am 1.November". Er: "Welche Fluglinie?" Ich: "Air Asia nach Bangkok." Er: "Gut, kann ich das Ticket sehen?" Tja, daran hatte ich natürlich nicht gedacht, dass ich für den Rückflug nach Bali das Flugticket nach Bangkok brauchen würde. Aber kein Problem. Der nächste Internetzugang befindet sich gleich gegenüber im Hilton Hotel auf der 5.Etage. Bob behält meine Boarding Cards und den Koffer hinter dem Schalter und ich eile davon. Jetzt nur nicht in Panik geraten! Nach einigem Herumirren im Flughafen-Parkhaus finde ich den richtigen Lift zur Hilton Hotelrezeption. Eine nette Lady begleitet mich ins Business Center, schaltet Computer und Drucker ein und ich tippe etwas ruhiger Benutzerkennung und Passwort für meine Mailbox ein. Dort liegt im Ordner Reise-Doku die Flugbestätigung für den Bangkok-Flug. Ein paar Klicks und der Drucker zieht rauschend ein weisses Blatt Papier ein und raus kommt meine Flugbestätigung. Geschenk von Hilton! Die Zeit reicht für das restliche Eincheck-Prozedere und so bin ich bald auf dem Weg nach Darwin mit knapp 6kg Boules im Handgepäck. Erkältet und etwas müde freue ich mich auf einen entspannten Zwischenhalt in Darwin. Der Koffer wird von JetStar direkt ins Flugzeug nach Bali umgeladen. Ich nehme den Umweg durch die Eincheck-Schleuse für internationale Flüge. Breite meine Habseligkeiten auf dem Laufband aus: Bauchtasche, Plastikbeutel mit Flüssigkeiten nun nicht mehr über 100ml - Zahnpasta wurde schon in Melbourne konfisziert -, Laptop, Rucksack und Mönchstasche. Ich schreite durch den Metall-DetekTor. Dahinter werfe ich einen Blick auf den Bildschirm des Securitybeamten und sehe meine Boules. Da kommt auch schon misstrauisch die Frage, wem DAS gehört und was DAS sei. Ich zeige und erkläre. "Die Kugeln sind zu schwer!" Damit lässt er mich stehen, bis die Kolonne hinter mir durchleuchtet ist. Die Kugeln dürfen nicht in die Flugzeugkabine, da man damit jemanden erschlagen könnte. Aber ich kann sie am Check-In Schalter als Fragile Item aufgeben. Ok, also aus der Sicherheitszone hinaus, Rolltreppe hinunter in die Abflughalle zum Check-In. Ich erkläre der Lady am Schalter den Fall und überreiche ihr das Zipperbag mit den Kugeln. "Zu klein, das könnte verloren gehen. Sie brauchen eine grössere Tasche." Woher nehmen? Einen Laden mit Taschen gibt es oben in der Abflugzone, wo ich herkomme. Langsam macht sich etwas Ärger breit. Hätte ich bloss 40$ Übergewicht bezahlt! Blöde Security!! Blöde Terroristen!!! Blöde Idee, Petanque Kugeln in Australien zu kaufen!!!! Aber wie immer hatte ich mir die Suppe ja selber eingebrockt mit meiner gloriosen Idee vor ein paar Wochen. Also cool bleiben und die Suppe auslöffeln. Wieder durch die Sicherheitsschleuse, Habseligkeiten ausbreiten, Habseligkeiten einsammeln, Rolltreppe rauf, Laden suchen, passende Tasche auswählen und ab damit zur Kasse. 45$ soll das Stück kosten. Ich greife zum Bauchbeutel und...ins Leere. Adrenalinstoss! Dann die Erinnerung. Tasche an der Kasse lassen. Rolltreppe runter, unter der Abschrankung durch zur Sicherheitsschleuse tauchen, Beutel packen, wieder durch die Sicherheitsschleuse, Rolltreppe hoch, zur Kasse, zahlen, wieder Rolltreppe runter mit Tasche, Zipperbag mit Kugeln an der Sicherheitsschleuse abholen, in die Tasche verpacken, zum Check-In Schalter, Tasche registrieren lassen. Die Tasche bekommt einen rotweissen Aufkleber mit dem Wort FRAGILE und ich den Hinweis, dass ich die Tasche am Schalter für Oversize Gepäck abgeben muss. Also auf zum fröhlichen Suchen des Oversize-Gepäck-Schalters. Dort endlich nimmt mir ein freundlicher Mensch die Last ab. Ahhhhh, 6kg leichter, 45$ und einige Schweisstropfen ärmer. Remember! Bin jetzt im tropischen Darwin und nicht mehr im frühlingsfrischen Melbourne. Ein letztes Mal durch die Sicherheitsschleuse und die Rolltreppe hinauf. Dann lasse ich mich in einen Fauteuil sinken, beisse in einen knackigen Apfel, überdenke die Geschichte und breche in Lachen aus. Ob ich wohl jemals in Bali eine Partie Petanque spielen werde? Welche Komödien und Dramen wir doch immer wieder in unserem Leben spielen.

Sonntag, 26. Juli 2009

Gumitir - Marigold - Tagetes


Überall im Garten setzen sie zwischen das vorherrschende Grün goldgelbe Farbtupfer. In der Schweiz kannte ich sie als Schnäggeblüemli, weil sie eine Leibspeise von Schnecken sind. Hier habe ich noch keine Schnecken entdeckt. Vielleicht weil soviele Hühner aus der Nachbarschaft durch unseren Garten streunen und jeden kriechenden Eiweisshappen wegpicken. Von den Balinesen werden sie Gumitir genannt und im Permakultur Workshop habe ich sie als Marigold kennengelernt. Die Portugiesen haben sie, wie soviele andere Pflanzen, in Zentralamerika entdeckt und von dort in die Welt hinaus verbreitet.

Wasserturm


Das Herzstück der Wasserversorgung auf unserem Grundstück ist der Wasserturm. Letzte Woche wurde der 1100l fassende Wassertank auf die oberste Plattform gehievt und dann darüber das Wellblechdach als Schattenspender und Witterungsschutz gebaut. Damit das Wasser kühl bleibt, wurde unter dem Wellblech Bambusmatte und darauf Alu-Folie montiert. Das Wasser wird später direkt von unserer Quelle, die sich etwa 4km weit weg im Dschungel befindet, in den Wassertank geleitet. Von da kann es dank Schwerkraft überallhin fliessen. Die elektrische Wasserpumpe wird nur noch in Notfällen benötigt, um das Wasser aus der tieferliegenden Zisterne auf den Turm zu pumpen, wenn die Leitung zur Quelle unterbrochen ist, was alle paar Wochen mal vorkommt.
Die mittlere Plattform wird ebenfalls für einen Wassertank genutzt und im Erdgeschoss wird später der Generator untergebracht.
Da der Wasserturm weithin sichtbar ist, wurde er aussen verputzt und erhält bald auch noch einen Farbanstrich.
Einige Sorgen hat uns die Stabilität des Turms bereitet. In Erdbeben- und Vulkangebiet ein solches Bauwerk an einer Bergflanke zu erstellen, bringt hohe Risiken. Diese hätten wir vermeiden können, wenn wir weiter oben am Berg ein Stück Land für ein Wasserreservoir gemietet oder gekauft hätten, wie es viele Einheimische machen. Doch dafür braucht es Beziehungen und Sprachkenntnisse und Wissen, das wir damals noch nicht hatten. Nun steht er eben da, unser Wasserturm und sieht ziemlich stabil aus.

Mittwoch, 8. Juli 2009

Gute Aussichten

soweit das Auge reicht...bis zu den Vulkanen von Java

zwischen Himmel und Erde unser Lebensraum

Blick ins Grünblaue


Heute morgen haben die wahlberechtigten Menschen von Indonesien einen neuen Präsidenten gewählt. Unsere Arbeiter haben sich dafür freigenommen. Ich habe meine Nachbarin zum Wahllokal begleitet.
In den letzten Tagen hat ein kühler Wind die Atmosphäre gereinigt. Temperatur und Luftfeuchtigkeit sind gefallen. Der Liebste hat das warme Duvet aus Chiang Mai mitgebracht. Winter in Bali.
Ich lerne englische Vokabeln hier und indonesische Vokabeln hier.
Und noch eine gute Aussicht: NOTIFICATION OF GRANT OF AN EVISITOR FOR TOURIST PURPOSES. Der Weg zur Teilnahme am Permaculture Design Certificate Course in Melbourne steht offen.

Samstag, 20. Juni 2009

Nelkenernte


Schon beim Frühstück höre ich es Rascheln in den Baumkronen. Dann ungewöhnlich nahe Stimmen. Und bei genauerem Hinschauen sehe ich Bambusstangen in den Nelkenbäumen und farbige Kleidertupfer. Pak Tir ist mit Puja und Komang Yuli am Nelkenpflücken. Bis am Nachmittag sind 3 Säcke mit insgesamt 46kg Nelken voll. Die Nelkenknospen werden mitsamt ihren Stengeln gepflückt. Danach werden die Knospen von den Stengeln geknickt (balinesisch: ngepik cengkeh). Knospen und Stengel werden separat an der Sonne getrocknet und dann verkauft. Tagespreis für 1kg getrocknete Knospen 50'000 Rp. Für getrocknete Stengel gibt es nur etwa 3000 Rp./kg. Von den 46kg Nelken sind etwa 2/3 Nelkenknospen, die beim Trocknen auf 1/3 bis 1/4 des Gewichts schrumpfen.

Pak Tir im Nelkenhimmel

Puja zwischen Nelkenblättern

Nachbarn helfen ngepik cengkeh

Mittwoch, 28. Januar 2009

Brückenbauer

Während ich noch über nachhaltige Community Projects nachdenke, sind Johann und Erich schon an der Arbeit. Sie helfen mit Geld, Arbeit und Werkzeug die baufällige Brücke zwischen Selat und Kayu Putih zu renovieren. Die Tukangs vom Dorf arbeiten mit.

Zuschauen

Schweissen

Lachen

Freitag, 16. Januar 2009

Permakultur: Just do it!

Dieses Jahr habe ich ohne Vorsätze begonnen, hab mich einfach darauf eingelassen, was auf mich zukam und das war einerseits Elena und andererseits die Gelegenheit an einem Permakultur Workshop teilzunehmen. Die Einladung war vielversprechend und verlockend. Nach 7 intensiven und inspirierenden Workshop-Tagen bin ich voll neuer Inspiration und fühle mich zur richtigen Zeit am richtigen Platz. Jetzt gilt es, all diese Begeisterung wohldosiert in Taten umzusetzen. Elena gab uns allen ein leuchtendes Beispiel, wie das geht. Am 2.Januar rief sie mich vom Flughafen Denpasar an. Sie hatte ihr Geld im Flugzeug liegen lassen und bat mich um Hilfe. So kam sie zu uns statt wie geplant nach Ubud zu gehen und entschied sich spontan, auch am Workshop teilzunehmen. Auf ihrem Apple Notebook ist dann letzte Woche ein Blog für den Permakultur Workshop entstanden. Schaut es Euch mal an.