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Freitag, 10. April 2009

News vom Pool

Einstieg in den Pool von der Terrasse aus

Blick über den Pool nach Westen

kalung-keling

Schwimmen kann man darin noch nicht. Aber der Bau geht Schritt für Schritt vorwärts. Vor einigen Tagen wurde die Eisenarmierung für die Poolschale fertiggestellt. Sie besteht aus 2 Körben, die aus Eisengitter zusammengeschweisst wurden. Als Abstandhalter vom Boden wurden sogenannte Tahu-Deckings hergestellt. Tahu heisst zu deutsch Tofu. Der Name kommt von der Ähnlichkeit mit Tofustücken. Als Abstandhalter zur äusseren und inneren Verschalung der Wände wurden Eisenbügel hergestellt und mit den Gittern verschweisst. Die Arbeiter nennen diese Eisenbügel kalung-keling. Im Wörterbuch habe ich für kalung Halskette und für keling Niete gefunden. Die Kombination der beiden scheint eine neue Wortschöpfung zu sein.
Heute morgen wurden die vorbereiteten, geraden Verschalungen für die Innenseiten der Wände in den Pool transportiert, eine Aktion für viele Hände. Nun fehlen noch die Verschalungen für die Kurven. Nicht so einfach. Wie biege ich Sperrholz in eine runde Form, die so stabil ist, dass sie das Betongewicht aushält, ohne dass sie bricht oder die Form verliert?

Freitag, 19. Dezember 2008

es weihnachtet....

Thea bringt Schweizer Weihnachtsgebäck-Kultur auf unsere Baustelle. Ich lasse mich inspirieren und versuch es mal mit Makrönli aus frisch geraffelter Kokosnuss, Kakaopulver und Palmzucker.
Eine DHL Lieferung von Mona aus Malaysia verschafft mir das Abenteuer, ein Treffen auf Indonesisch zu vereinbaren. Nach etlichen SMS hin und her, "saya sudah datang di Hardys plaza. pak ke mana?", "di Hardys, jln raya", "tunggu. saya datang ke sana", "saya sudah datang. pak ke mana?", "di pintu masuk", "saya tunggu di pintu masuk", "pintu masuk di dalam atau di luar?", "di luar", dann einem unverständlichen Anruf und endlich unter verzweifelter Zufluchtnahme zu einem in der Nähe stehenden Indonesier mit Englischkenntnissen die Klärung der geografischen Positionen und Übergabe des Päckchens.
Und im Posteingang landen Weihnachtswünsche mittels sprechendem Hund und tropischem Weihnachtsbaum.
Im Warung Dolphin teile ich eine Portion Satay Coconut mit 2 Paaren aus der Schweiz, die froh sind hier mit Delphinen schwimmen zu können statt im Schneematsch auf Zürcher Strassen Tram fahren zu müssen.
Ansonsten verfliesst die restliche Zeit des Jahres und der neue Verputz an der Nordwand im Regen.

Der heftige Wind von neulich hat den Deckel eines Bienennests geöffnet. Pak Sui hat einige Waben mit Honig herausgeholt. Und die Frage, wie der Honig aus der Wabe ins Glas kommt, hat sich geklärt.

molen = Zementmischer, cor = giessen
Die Arbeiter transportieren wieder den Zementmischer vom Nachbar heran, um den oberen Ring zu giessen.

pisang, mangga dan paku
Bananen, Mangos und Nägel
Stilleben im Wohnzimmer auf der Baustelle

Samstag, 17. Mai 2008

Einleben in Bali (2)

Am 16.3., einem heissen Sonntag, habe ich Chiang Mai mit dem Nachmittagszug nach Bangkok verlassen. Am 22.3. steht ein lachender Balinese vom Mutiara Hotel am Flughafen in Denpasar. In der Hand haelt er ein Schild. Darauf steht Ms. Evelyn Kaeser. Erwartet, begruesst, abgeholt ...
Es ist schon Nacht und der Vollmond steht am Himmel. Er lockt mich zum Strand, wo sein Silberglanz auf den Wellen tanzt. Ich sitze, staune und lasse mir den Sand durch die Finger rieseln. Ankommen ...
Am naechsten Morgen Wiedersehen mit der Familie meiner Schwester aus Tokyo. Wie wenn das normal waere. Aber was ist schon normal? Jedes Wesen und jeder Augenblick ist einzigartig. So fahre ich wieder zum ersten Mal mit Made ueber die Berge an die Nordkueste. Schlafe zum ersten Mal im neuen Heim, das mein Liebster waehrend meiner Abwesenheit aus einer Baustelle in ein gemuetliches Zuhause verwandelt hat. Lerne wieder die ersten Saetze einer neuen Sprache. Selamat pagi, guten Morgen. Terima kasih, danke. Sama-sama, bitte. Mache Bekanntschaft mit neuen Viren und liege erstmal 2 Wochen darnieder. Niederlage. Ringen um Geduld.
Dann die erste Ausfahrt mit dem Motorrad. Ein Hund erschrickt und springt in den Weg. Ich lande hart am Boden, der linke Fuss eingeklemmt unter dem Motorrad. Gequetscht, geschrammt, geschockt. Pulang, nach Hause. Bein hochlagern und kuehlen. Energie und Selbstvertrauen sind im Keller.

Samstag, 8. September 2007

Makan angin


Heute habe ich indonesische Begrüssungsworte studiert. Und in Zukunft werde ich auf die Frage Mau ke mana? - Wohin gehst Du? antworten Makan angin! - wörtlich Wind essen! oder eben Frische Luft schnappen! Das habe ich heute morgen im Huay Kaew Fitnesspark gemacht und als ich bei meinen Chi Gung Übungen war, hat sich ein frisch geschlüpfter Schmetterling auf den Betonsockel neben mir gesetzt und mit den Flügeln seine Chi Gung Übungen gemacht.
Wovon träumen Menschen noch, wenn sie, sagen wir 80 oder 90 oder 100 Jahre alt sind? Heute morgen um 1 Uhr hat mir Alexandra David-Néel eine Antwort darauf gegeben. Sie wollte noch einmal nach Tibet reisen und hat ihren Pass erneuern lassen. Ich konnte meinen Laptop erst ausschalten, als ich ihre ganze Lebensgeschichte gelesen hatte. Ja, so könnte ich mir auch vorstellen, 100-jährig zu werden.

Teepause mit einem Brownie vom Seven-Eleven