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Montag, 13. Februar 2012
Dienstag, 4. Oktober 2011
Out for lunch
where is the cat?
Zeit zum Haareschneiden, auch wenn der Mond gerade nicht in Löwe oder Jungfrau steht. Ibu Kadek im Spa Kanaya ist gerade frei und macht sich gleich an die Arbeit. Erwartungsvoll frage ich sie, ob sie nachher noch Zeit zum Massieren hat. Sebentar? Nein, leider hat sie schon ein booking. Ok, dann kann mich ja jemand anders massieren. Wir verfallen wieder in Schweigen. Nach einer Weile fragt sie, ob ich noch einkaufen gehe. Nanu, so neugierig ist sie sonst nicht. Aber ich bin heute zu smalltalk aufgelegt und erzähle, dass ich noch Reis brauche. Der kostet etwa 8000 Rp. pro Kilo, erwidert sie. Einen Kamus (Wörterbuch) für meinen Tukang, der englisch lernen möchte, suche ich auch noch. Vielleicht gibt es das im Hardys nebenan. So gehen die Sätze hin und her. Bis Ibu Kadek plötzlich fragt, warum ich denn nicht zuerst einkaufen gehe und dann zur Massage komme. Bis dann sei sie mit ihrem booking auch fertig. Ahaaaa! Ja, warum eigentlich nicht? Und so zerzaust mir schon bald eine frische Brise im Hafen die kurzen Haare...
out for lunch im Hafen von Singaraja
Freitag, 1. Juli 2011
Sonntag, 13. Februar 2011
Sunntigmorgewöhli
Samstag, 3. Juli 2010
Samstagmorgen von 10 bis 12 Uhr
Hochzeitspaar am 2.7.2010: Kadek Arini (Ari) und Komang Manta
Ich sitze an der Küchenbar mit einem Kopi Arab. Es ist heiss, 28 Grad, und schwül, 85% Luftfeuchtigkeit. Kein Lüftchen regt sich. Das spüre ich und seh es auf meiner Wetterstation. Ich fühle mich schwer und müde und hoffe, der Kaffee belebt mich wieder etwas. Doch erstmal löst er einen weiteren Hitzeschub im Körper aus. Luh Nik schneidet rote Zwiebelchen, Karotten, Kürbis und eine Kartoffel für die Kürbissuppe zum Mittagessen. Luh Nik ist die ältere Schwester von Ari, meiner Haushälterin. Ari hat gestern geheiratet und deshalb 2 Wochen freigenommen. Zur Zeremonie hat mich Luh Nik gestern gegen 11 Uhr abgeholt und beim Einkleiden in Sarong, Hüfttuch und Kebaya geholfen. Um die Figur zu trimmen, benutzen die Balinesinnen auch Korsetts. Mein Figurtrimmer ist immer noch Yoga.
Die Arbeiter haben vorher die Durian, die gestern vom Baum gefallen ist, geschlachtet und teilen sie jetzt als Leckerei zur Kaffeepause. Pak Candra, der die Teichlandschaft beim Eingangstor baut, brauchte wieder 10 Säcke Zement. Diesmal wurden 40kg Säcke geliefert für 42'000Rp./Sack statt der 50kg Säcke für 51'000Rp./Sack. Ob das wohl die letzte Zementlieferung ist? Ich freu mich auf meinen freien Tag morgen und zähle die Tage bis mein Liebster wieder nach Hause kommt. Es sind noch dreieinhalb.
Nach dem Jubel, als ich das erste Poolleck fand, folgte die Enttäuschung, noch ein Leck. Aber auch dieses Leck ist mittlerweile gefunden und repariert und ich hab ein zweites Mal gejubelt. Den ganzen Tag höre ich jetzt das Plätschern des Wassers, das angetrieben von der Pumpe aus dem Pool in den Überlaufkanal rinnt und dann als Wasserfall ins Ausgleichsbecken stürzt. Unterwegs fliesst es durch den Sandfilter und den Ionisator, wo es mit Kupferionen angereichert wird. Die Kupferionen haben die gleiche Funktion wie Chlor, sodass der Einsatz von Chlor vermindert werden kann. Im Moment reicht mir dieses Wissen. Die chemischen Formeln gehen mir nicht mehr so leicht in meinen Kopf wie zu Gymi-Zeiten, als ich noch damit liebäugelte, Chemikerin zu werden. Doch beim Messen von pH, CL und Kupferionen kommt immer noch die spielerische Freude auf, die mir der Chemiekasten schenkte, den mir das Christkind mal unter den Weihnachtsbaum gelegt hatte.
Abends, wenn alles ruhig wird, schaukle ich in der Hängematte am Pool. Gestern das erste Mal. In der Hängematte, die mir Teres in meinem Ankunftsstress geschenkt hat. Welche Freude hat sich aus diesem Stress wieder entwickelt. Braucht eben alles seine Zeit. Dann schaue ich den Schwalben zu, wie sie akrobatisch knapp über die Wasseroberfläche fliegen und dabei kurz das Wasser berühren und einen Schluck nehmen. Auf dem Pool wachsen Kreise aus dieser Berührung und breiten sich aus.
Doch jetzt sitze ich an der Küchenbar. Die Kürbissuppe dampft aus der Pfanne. Die Kerne liegen zum pflanzen bereit. Ich freu mich auf das Essen und denke an alle Wesen, mit denen es mich verbindet. So geht es mir gerade. Möge mein Schreiben mich mit Euch verbinden.
Sonntag, 10. Januar 2010
Spätzli für's Schätzli
ein Lächeln für Dich...

Seit einigen Wochen versuchte mein Liebster immer wieder, mich zum Spätzli kochen zu verführen, da es hier in Bali keinen Migros gibt, wo man Fertigspätzli kaufen kann. Gestern habe ich die Herausforderung angenommen und mich erstmal hier schlau gemacht, da ich meine Oma aus Balingen im Schwabeländle nicht mehr fragen kann. Mangels Spätzlesbrett und -schaber habe ich ein Plastikbrett und Plastikschaber benutzt. Den Teig habe ich mit einem Holzlöffel ohne Loch geschlagen, bis er vor Blasen schlagen stöhnte. Dabei gingen mir viele Erinnerungen durch den Kopf. Die Ferien als Kind bei Oma und Opa. Der Gemüse- und Beerengarten, wo es immer was zu naschen gab. Die grosse Wiese mit den vielen Apfel-, Birnen-, Quitten- und Zwetschgenbäumen. Der Stall mit den Hasen, die wir immer mit Löwenzahnblättern gefüttert haben. Der Kompostplatz hinter dem grossen Apfelbaum. Der Eimer mit Putzwasser zum Spülen neben der Toilette. Die holzgefeuerte Badewanne im Keller, die immer am Samstag eingeheizt wurde. Die Holzgestelle im Keller, die immer gefüllt waren mit Marmelade und Eingemachtem und wo die Boskopäpfel für den Winter eingelagert wurden. Ja, meine Oma hat nach den Methoden der Permakultur gewirtschaftet lange bevor Bill Mollison den Begriff definierte. Aber damals war sie altmodisch und wir wohnten in der Stadt und führten ein modernes Leben. Langsam werden die Folgen dieses modernen Lebens sichtbar. Wie gut, sich da an eine solche Oma und ihre Methoden erinnern zu können.
Dienstag, 20. November 2007
Parabens
Heute morgen aufgestanden ohne richtig wach zu sein. Augen massiert in der Yogastunde bei Noriko. Bamboo Charcoal Detoxifying Shampoo gekauft.
Mit wachen Augen auf der Packung gelesen:
PARABENS FREE
no silicones/glycols
no lauryl/laureth sulfates
no synthetic dyes/fragrances
no animal ingredients/testing
Parabene fristen ihr Leben in der Regel inkognito in Lebensmitteln unter den Pseudonymen E214 bis E219 und in Kosmetika unter Methyl-, Ethyl-, Propyl-, Butyl- Benzylparaben oder einfach Konservierungsstoffe. Was sie im Körper bewirken ist nicht genau bekannt. Parabens!
Die Mitte des Tages in trauter Runde bei Salade Niçoise und Machiavelli vergambelt. Durch den Regen heimgefahren worden.
Mit wachen Augen auf der Packung gelesen:
PARABENS FREE
no silicones/glycols
no lauryl/laureth sulfates
no synthetic dyes/fragrances
no animal ingredients/testing
Parabene fristen ihr Leben in der Regel inkognito in Lebensmitteln unter den Pseudonymen E214 bis E219 und in Kosmetika unter Methyl-, Ethyl-, Propyl-, Butyl- Benzylparaben oder einfach Konservierungsstoffe. Was sie im Körper bewirken ist nicht genau bekannt. Parabens!
Die Mitte des Tages in trauter Runde bei Salade Niçoise und Machiavelli vergambelt. Durch den Regen heimgefahren worden.
Dienstag, 18. September 2007
Bündelitag
Die Bündelitage häufen sich dieses Jahr. Kaum angekommen, schon geht die Reise wieder weiter. Doch die Zeit hat gereicht, Körper und Geist auf das Hier und Jetzt einzuschwingen, mit dem Liebsten wieder vertraut werden, Beziehungen wieder zu beleben und das reichliche Sommermahl zu verdauen. Es bleibt sogar noch Zeit für einen Blick zurück. Vor 3 Jahren ...
Zur Feier das Tages ein Fussbad genommen und die Füsse massieren lassen.
Zur Feier das Tages ein Fussbad genommen und die Füsse massieren lassen.
Sabay-sabay!
Samstag, 12. Mai 2007
Algarve intensiv
Es war, als hätte jemand eine winzige Perle puren Lebens genommen, sie mit Flaum und Federn geschmückt und dann zum Tanzen gebracht, hin und her und kreuz und quer, nur um uns die wahre Natur des Lebens zu zeigen.
Virginia Woolf, Der Tod des Falters
Unglaublich, wieviel Leben, wieviele Augenblicke in 17 Tagen Platz haben und wie schillernd jeder einzelne Augenblick ist. Jeder einzelne, an den ich mich noch erinnere. Bin heute morgen an den Strand geradelt. Die Fischer brachten gerade ihren Fang an Land. Sie sortieren die Fische nach Art und innerhalb der Art nach Grösse. Seezunge klein, mittel und gross. Je in eine rote Plastikwanne. Stapelbar. Der grosse Schlanke in blauer Bürokleidung geht von Wanne zu Wanne und macht Notizen in ein Heft. Erstarrte Fischaugen, zuckende Körper, nach Luft schnappende Mäuler. In welcher Einkaufstasche, in welcher Küche, in welchem Magen werden sie landen? Wieviele ihrer Art schwimmen noch da draussen? Die Plastikwannen werden in ein Kühlauto mit der Aufschrift AMAR verladen. Genug gesehen. Jetzt den Sand zwischen den Zehen rieseln spüren. Mandala. Chi Gung. Zumo de Laranja natural. Internet bei Andrea im Tutti Shop. Der Liebste in Bali lebt und schreibt wie wild und erschüttert meine Welt. Pläne purzeln hin und her und kreuz und quer.
Mittwoch, 4. April 2007
Dienstag, 27. März 2007
Spa Freuden
in schneeweisser Satinbettwäsche erwachen
auf dem urchigen Holzbalkon auf Palmwedelhöhe in den Tag meditieren
selbstgebrauten Oolongtee aus dem eigenen Chinaschälchen nippen
sich von Karla durch neue Yoga Asanas führen lassen
auf dem Weg zum Restaurant die aufgeblühte Lotusknospe bewundern
sich als Teil der Fastengemeinschaft fühlen und trotzdem das Essen geniessen
sich in The Life you were born to live von Dan Millman vertiefen und mit Perlen am roten Faden wieder auftauchen
im Pool einer Inderin von V.S.Naipaul's Land der Finsternis erzählen und dann ihrer Geschichte lauschen
sich beim Öffnen der ersten Durian die Finger an den Stacheln schinden und dann ihrem unvergleichlichen Fruchtfleisch verfallen
Arthur Miller lesen: I think one must finally take one's life in one's arms.
und denken: Mit 30 habe ich mein Leben in die Hände genommen, jetzt beginne ich langsam es zu umarmen.
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