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Donnerstag, 10. Juni 2010

Jubel: Leck gefunden


Als wir gestern das Leck fanden und das Wasser nur so heraussprudelte, scherzten die Arbeiter, wir hätten eine neue Quelle gefunden. Nicht nur eine Wasserquelle, auch eine Quelle der Weisheit und Erkenntnis für mich.


Unterhalb des Swimming Pools entsteht langsam aus dem restlichen Baumaterial eine Pergola für Passionsfrüchte, Flügelbohnen, Bittergurken, Chokos und anderes Klettergemüse.

Freitag, 4. Juni 2010

Wieder Zuhause auf der Baustelle

immer noch Regenzeit in Bali

Die Reise war lang und intensiv. Die vielen neuen Eindrücke haben die Vertrautheit mit dem Vorher ausgelöscht. Ich bin noch einmal neu in Bali angekommen. Verzweifelt auf der Suche nach Halt, wo mir das neue Zuhause auf dem Silbertablett serviert wurde. Doch das ist schon wieder Schnee von gestern. Das Leben kennt keinen Halt. Sinnlos, sich an etwas zu klammern, was gestern war. Ich spüre wieder Boden unter den Füssen und lasse Löcher graben und Türme fallen auf der Suche nach dem Leck im Swimming Pool.

der Turm ist gefällt

Samstag, 27. Februar 2010

Therapie

Handwerk - barfuss

Warum andere beneiden, wenn ich mir die Freude des Handarbeitens selber erlauben kann. Heute mehrere Stunden glücklich den Pinsel geschwungen.

So sieht mich Cyber-shot DSC-W270, mein neues Spielzeug

Freitag, 26. Februar 2010

Handwerk

Oh, wie beneide ich sie manchmal, unsere Arbeiter. Den ganzen Tag an einer Arbeit bleiben können ohne sich von Hausarbeiten. Lieferanten, Telefonanrufen etc. ablenken zu lassen.

P.Sui und P.Wardana verlegen Palimanan

Bagler schneidet Fliesen für's Badezimmer

Mr.Karang spritzt die Tür zum Pumpenraum himmelblau

Kadek ist glücklich, endlich Teile der Baustelle wieder bepflanzen zu können.

Gestern geliefert: Kaminhüte

Freitag, 5. Februar 2010

Kaminhut-Design


Endlich angepackt: Oft fällt es mir schwer, Grundrisse zu verstehen oder zu zeichnen und mir dann aufgrund der Zweidimensionalität etwas Dreidimensionales vorzustellen. So schiebe ich Entwurfsaufgaben vor mich her, bis es nicht mehr geht. So auch die Hüte für die Solarkamine. Zuerst hab ich mir das Hirn mit Trigonometrie zermartert und dann verzweifelt zu Schere, Papier und Kleber Zuflucht genommen. Et voilà... Ein EURO2002 ist es nicht, aber am Montag gebe ich das Modell in Auftrag und dann wird ein balinesischer Kaminhut draus.

Sonntag, 10. Januar 2010

Baustellen-News 2010

Baustelle nach windiger Nacht

Der Bau geht auch dieses Jahr weiter. Noch eine Regenzeit. Doch das Dach ist drauf und viele Arbeiten können jetzt im Trockenen durchgeführt werden: Fenster montieren, verputzen, malen, Fliesen legen, Kabel einziehen, Steckdosen und Schalter montieren.
Über den Swimming Pool spannt sich eine neue Zeltkonstruktion, nachdem uns Wind und Regen die vorherige Zeltkonstruktion zerrupft haben.
Seit über einer Woche warten wir auf den Lemkra Fliesenkleber "just do it". Wegen der Festtage war die Fährverbindung nach Java für Lastwagen gesperrt. So werden im Moment Batu Pilah (eine Art Schiefersteine) und Palimanan (hiesiger Sandstein mit schönen Mustern) im konventionellen Mörtelbett verlegt und die bereits verlegten Poolfliesen werden mit Lemkra FS Nat verfugt, das soll den Algenbewuchs verhindern.
Die Holzfenster sind fast alle montiert und lassen sich schieben und klappen, dass es eine Freude ist. Dank der Schleifmaschine und der sorgfältigen Arbeit von Kadek Ama fühlen sie sich an wie Samt und Seide.
Und immer wieder stehen wir vor sprachlichen Herausforderungen. Letzte Woche kam Putu Teken mit einer Schraube und wollte "piser". Im Wörterbuch weder unter "p" noch unter "b" zu finden. Also kurz überlegt, was passt zu Schrauben? Vielleicht Dübel? Ich gehe in die Werkstatt und finde dort Schachteln mit Dübeln, alle haben die Aufschrift "Fischer". Und jetzt ist mir klar, dass "piser" von "Fischer" kommt und nicht von Pariser. Die Balinesen verwechseln gerne "p" und "f". Was dann aus "verputzen" wird, kannst Du Dir selber ausmalen.

Blick nach Westen mit Bale Bengong

Beute von der Fliesenjagd in Denpasar: warten auf "just do it"

Spiel mit Fliesen: so oder so oder doch lieber so ...

zerrupft und zerfleddert

neue Zeltkonstruktion

Schiebefenster nach Westen

batu pilah

Sonntag, 18. Oktober 2009

Alles Theater - oder was?

Wieder eine Woche mit viel Action vom Baustellen-Theater in Gintungan bis zum Playback-Theater bei Annette. Am Montag wurde gerade noch rechtzeitig vor dem Hari Raya Galungan der Whirlpool betoniert. Dann 3 Tage kein Baustellenbetrieb, welche Ruhe. Zeit Liegengebliebenes aufzuarbeiten und mich mit Design zu beschäftigen, Design von Treppen, Design einer Venusblume für den Poolboden. Am Freitag begann der Baustellenbetrieb gleich mit einem Irrtum, der sich ins Wochenende zog. Errare humanum est. Möge ich daraus lernen. Am Samstag entfloh ich der Baustelle und wagte mich auf eine andere Bühne: Playback Theater! Markus und Annette lockten mich aus dem Busch. Freude, Bewegung, Klänge, Geschichten, Berührung, leise, sanft, laut und heftig... bis der Vorhang fiel und ich mich erschöpft, aber reich beschenkt auf den Berg zurückzog. Nächste Vorstellung in diesem Theater morgen um 8 Uhr!

Sicht von der Terrasse auf die Betonsaeulen von Bale Bengung und die frischbetonierte Whirlpool-Schale

Penjor - Vorbereitung fuer Galungan

Manchmal fliesst es nicht so richtig...

Start der Amphitheater-Treppe im Pool

Start der Treppe zwischen Poolhaus und Whirlpool

Mittwoch, 12. August 2009

Action am Wasserturm

Wassertank Nummer 2 wird auf die mittlere Plattform des Wasserturms gehievt.



Hereinspaziert....

Der Eingang nimmt Gestalt an. P.Made hat die beiden Backsteinsäulen mit den Nischen für die Opfergaben gemauert. P.Candra und P.Wardana haben die Eingangsmauern kunstvoll verputzt. Sie waren kaum zu bremsen in ihrem Eifer, immer wieder neue Rahmen und Leisten anzufügen. Jetzt muss noch das Schiebetor bestellt werden und die Säulen brauchen noch ein Dach, damit es ein richtiger Angkul-Angkul wird.


Mittwoch, 5. August 2009

Gräben und Röhren

Wasser- und Stromverteilungspläne sind gezeichnet. Jetzt heisst es graben und Röhren verlegen.

Graben vom Wasserturm zur Zisterne

Am Wochenende war es soweit. Ich hab den Überblick über die verschiedenen Rohrverbindungsstücke verloren. Also hab ich mich mal einen Abend damit vergnügt, die ganzen Kartons und Plastiksäcke voller unterschiedlicher Fittings unter meine Fittiche zu nehmen und zu sichten und zu sortieren. Damit sie nicht wieder durcheinandergeraten, hab ich die gleichartigen Fittings auf rosarote Bastschnüre gefädelt und wie Würste an Haken aufgehängt. Den Trick mit der Schnur hab ich einem Baustoffhändler abgeguckt. Jetzt baumeln sie im Wind, die "L's", die "T's" und die "SDD's" und "SDL's".

Sonntag, 26. Juli 2009

Wasserturm


Das Herzstück der Wasserversorgung auf unserem Grundstück ist der Wasserturm. Letzte Woche wurde der 1100l fassende Wassertank auf die oberste Plattform gehievt und dann darüber das Wellblechdach als Schattenspender und Witterungsschutz gebaut. Damit das Wasser kühl bleibt, wurde unter dem Wellblech Bambusmatte und darauf Alu-Folie montiert. Das Wasser wird später direkt von unserer Quelle, die sich etwa 4km weit weg im Dschungel befindet, in den Wassertank geleitet. Von da kann es dank Schwerkraft überallhin fliessen. Die elektrische Wasserpumpe wird nur noch in Notfällen benötigt, um das Wasser aus der tieferliegenden Zisterne auf den Turm zu pumpen, wenn die Leitung zur Quelle unterbrochen ist, was alle paar Wochen mal vorkommt.
Die mittlere Plattform wird ebenfalls für einen Wassertank genutzt und im Erdgeschoss wird später der Generator untergebracht.
Da der Wasserturm weithin sichtbar ist, wurde er aussen verputzt und erhält bald auch noch einen Farbanstrich.
Einige Sorgen hat uns die Stabilität des Turms bereitet. In Erdbeben- und Vulkangebiet ein solches Bauwerk an einer Bergflanke zu erstellen, bringt hohe Risiken. Diese hätten wir vermeiden können, wenn wir weiter oben am Berg ein Stück Land für ein Wasserreservoir gemietet oder gekauft hätten, wie es viele Einheimische machen. Doch dafür braucht es Beziehungen und Sprachkenntnisse und Wissen, das wir damals noch nicht hatten. Nun steht er eben da, unser Wasserturm und sieht ziemlich stabil aus.

Donnerstag, 16. Juli 2009

Pumpenhaus

entspannt bei der Arbeit: Eisenbieger Sukir

Nordseite des Pumpenhauses, links die Poolwand

Dollar und Gede Wi stellen die Eisentür zum Technikraum für den Pool

Freitag, 10. Juli 2009

Kopi Bali

Kaffeeliebhaberin

Überall im Garten verbreiten weisse Blütenbüschel Kaffeeblütenduft

Kaum sind die Kaffebohnen geerntet und getrocknet, blüht er auch schon wieder, der Kaffeestrauch. Selbst die Baustelle stört ihn nicht.

Jeden Tag von 10.00 bis 10.15 und von 14.00 bis 14.15 brauen sich die Bauarbeiter ihren Kopi Bali. Woher stammt der Kaffeebaum und wie kam er nach Bali? Ein paar Infos.

Samstag, 4. Juli 2009

Dreaming of a Zulu Hut

Sometimes when I see the heaps of sand and think of the hundreds of bags of cement already used in the foundations and walls of our house I start longing for a simple lifestyle. Today this longing was answered by Lucky Dube singing ngiyakuthanda while my beloved was cooking a creative lunch from the sweet potatoes our gardener dug out yesterday: mariage de pommes de terres avec mahi-mahi cuit dans sauce au safran. Lucky me who lives in luxury dreaming of a zulu hut.

Montag, 29. Juni 2009

Hari Corrrrr!

Betoniertag! Grosse Mangelware auf den hiesigen Baustellen sind 25l Eimer, mit denen sich die Zutaten für eine Molen-Ladung (Molen=Betonmischer, betoneira) ideal abmessen lassen: 2 Eimer Zement, 4 Eimer Sand, 6 Eimer Kies. Und so führt mich mein Morgenspaziergang zu meiner Nachbarin: mau pinjam ember cor (ich möchte einen Betoniereimer ausleihen). Erich bringt auch noch 3 Eimer, von denen 2 so ineinander verkeilt sind, dass die erste Aktion auf der Baustelle eine Eimertrennung ist, die mich stark an die regelmässigen Vereinzelungen meiner ineinander gestapelten 2l-Yoghurtbehälter erinnert.

Kalut, Tole, Narina und Putu füllen und mischen...

Füllen, bitte!

Gede Wi kippt

Sukir kippt ...

...und kippt...

Schubkarrenstopper

Einfüllrutsche

Wayan glättet...

selasai, sudah pulang! fertig, schon nach Hause gegangen!

Sonntag, 28. Juni 2009

Bak Luluk, Pencoran und Plumbing

Bei Putri MW, einem unserer Baumaterial-Lieferanten, habe ich Mörtelwannen (bak luluk) entdeckt. Sie sind aus Recyclingblech, leicht zu transportieren und schonen die Umgebung vor Zementablagerungen. Für nur 215'000 Rp. zu haben.

Kalut mischt Pfludi im bak luluk. Sukir und Putu bedienen die pencoran.

Oben auf der Terrasse wird der Sand zum Verputzen gesiebt. Die groben Bestandteile werden über die pencoran nach unten befördert, wo sie später zum Betonmischen gebraucht werden. Vor Freude am Sandgeriesel hab ich es verpasst, den Sand gleich in der richtigen Menge für eine Mischung in Zementsäcke portionieren zu lassen. Das bedeutet zusätzliche Muskelarbeit für die Arbeiter.

Putu an der Sandrieselrinne (pencoran)

P-Trap im Wartungsschacht zwischen Floor Drains und Septiktank. Sie verhindert, dass Gase und Gerüche aus dem Septiktank ins Haus gelangen. Dank den horizontal montierten Muffen und dem Schacht ist sie leicht zugänglich und kann einfach abgeschraubt und gereinigt werden.


Abwasserrohre und Wasserzuleitungen sind verlegt. Morgen kann der Boden für das Poolhaus gegossen werden.



Ansonsten war heute baufreier Tag, Sonntag, den ich hauptsächlich damit verbrachte, den nächsten Shopping Trip nach Denpasar vorzubereiten. Ok, ein bisschen Yoga und einen Spaziergang hab ich auch noch gemacht und herzhaft mit meinem Schicksal gehadert.