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Freitag, 14. Februar 2014
Donnerstag, 23. Februar 2012
Sonntag, 5. Dezember 2010
Puspanjali Tanz
Heute erste Tanzlektion mit Vinda, meiner 15jährigen Tanzlehrerin. Weiss jetzt, wie schwierig der Tanz ist. Schwierig, aber nicht unmöglich! Und es wird mir auch klar, weshalb sich Balinesinnen und Balinesen mit solcher Anmut, Eleganz und Geschmeidigkeit bewegen. Viele Kinder lernen hier mit 6 Jahren schon tanzen.
Sonntag, 31. Januar 2010
Sich treiben lassen
Blick in meine Welt morgens um 6 Uhr
Die empfehlenswerte Strategie für diese Zeit ist, sich ohne besonderes Arbeitsprogramm oder spezielle Ziele treiben zu lassen und sich nur mit dem Sammeln von Erfahrungen zu beschäftigen. Das rät mir Astrocom im heutigen Tages-Horoskop.
Vollmond - Leben in Fülle. Ich schaue in den Himmel. Verheissungsvoll. Was wird der Tag bringen?
Vollmond-Buddha mit Mangos und Bantal
Ari kommt zum Putzen. Ich überlasse ihr das Haus und gehe die Strasse hoch zum Warung von Ayu, um Kuchen und Kaffee für die Arbeiter zu kaufen. Die neue grüne Einkaufstasche von Hardy's statt Plastiksack unter dem Arm. Ich bestelle einen kopi pahit (bitterer Kaffee, d.h. ohne Milch und Zucker). Ayu serviert mir dazu selbstgemachte Bantal, Klebreisteig mit Zucker und Banane eingewickelt in spezielle Kokosblätter und mit Kokosfasern zusammengebunden. Die Kuchen, die es zu kaufen gibt, sind aus Weissmehl und in Plastikfolie eingepackt. Die Bantal gibt es nicht zu kaufen, nur auf Vorbestellung. Nachdem ich noch ein paar Worte Balinesisch gelernt habe, akude hargane (wieviel kostet das) und apesik, dadue, tetelu, papat, lime, nenem, pitu, kutus, sie, dase (Zahlen 1 bis 10), ziehe ich mit meiner grünen Tasche voller Plastikpäckchen ab. Spagat zwischen Anspruch und Wirklichkeit. Ich verteile meine Gaben zum 10-Uhr-Kaffee. In der Mittagspause sehe ich die Arbeiter 2 grosse Jackfruits anschleppen. Sie bringen mir auch ein Stück, an dem ich anfängerhaft herumsäble, um an die süssen Fruchtkammern zu kommen, die von einem Netz von klebrigen, weissen Fasern umschlossen sind. Messer und Finger sind verklebt. Wie das Zeug wieder loswerden? Mit einem hilfesuchenden Blick strecke ich Pak Giri meine Hände hin. Er lacht und sagt das Zauberwort minyak (Öl).
Jackfruit schlachten
Die Siesta nach einem Teller voll Spaghetti lässt mich in die Traumwelt abdriften. Ich bin in einem Fluss, angenehmes Wasser, keine Strömung, und halte mich mit den Händen am Ufer fest. Wie verlockend, einfach loszulassen und sich dem Fluss hinzugeben. Ich tu's. Langsam treibe ich in die Strömung. Dann, wie aus dem Nichts, das Bild von steilen Felsen und Klippen, Strudeln und Stromschnellen. Nein, das nicht! Ich erwache mit Händen, die ins Leere greifen.
Auf der Yogamatte lese ich das Wort zum Samstag: the law of dharma oder der Sinn im Leben. Alle guten Dinge sind drei:
1. Lerne Dich selber kennen.
2. Lerne Deine speziellen Talente und Fähigkeiten kennen, schätze und lebe sie.
3. Diene mit Deinen Fähigkeiten auch anderen.
Unaufhaltsam treibe ich auf meinen 50igsten Geburtstag zu. Feiern oder nicht, und wenn, wie??? Kein Grund zur Sorge. Der Tag wird kommen, eine Weile dauern und dann vorbei sein wie jeder andere Tag auch. Und wie jeden Tag werde ich versuchen achtsam und ganz da zu sein, egal was passiert. Es ist wunderbar, im Strom des Lebens zu treiben.
Während hier die Bananen wachsen, werden in Schweden bei meiner Schwester die Fahrräder eingeschneit.
Fahrräder im Schnee vor dem Haus meiner Schwester in Schweden
Dienstag, 6. Oktober 2009
Boules im Handgepaeck
Vor einigen Wochen kam mir die gloriose Idee zwischen Swimming Pool und Haus einen Petanque Court anzulegen. Ein solcher Platz braucht weder Bewässerung, noch muss Rasen geschnitten werden und er kann sowohl zum Spielen, Sonnen im Liegestuhl, wie auch zum Trocknen von Kaffee- und Kakaobohnen und Nelken benutzt werden. Also ganz im Sinne des Permakultur Designs, wo jedes Element mindestens 3 Funktionen haben sollte. Mein Liebster war zuerst etwas skeptisch, hat dann aber schon mal eine Flasche Pastis gekauft und nach Boules Herstellern in Australien geforscht. Alsbald landete dann auch ein email mit Links zu Herstellern verbunden mit einem Beschaffungsauftrag in meiner Mailbox. Und ab ging's zum Permaculture Design Course in Melbourne. Nach einigem Hin und Her von emails und SMS mit Miguel von Australia Boules wurden die Kugeln in ihrem Zipperbag rechtzeitig vor meiner Abreise aus Melbourne ins St.Arnaud Guest House geliefert. Eine Kugel wiegt gut 700g, 8 Stück davon packte ich in meinen Koffer. Dafür kam das dicke Permaculture Design Manual ins Handgepäck in der Hoffnung, dass so der Koffer die 20kg Marke nicht überschritt. Doch die Anzeige am Check-In Schalter pendelte sich auf 23kg ein und Bob von JetStar Airline stellte mich vor die Wahl, entweder 40$ Übergewicht zu bezahlen oder den Koffer zu erleichtern. Ein indonesischer Bauarbeiter muss 8 Tage arbeiten, um soviel Geld zu verdienen. Also packte ich die Kugeln ins Handgepäck und das Manual wieder in den Koffer, was die Anzeige auf unter 20kg brachte. Ich lächelte Bob zufrieden an bis zur nächsten Frage, wann ich denn Bali wieder verlassen würde? Ich: "Am 1.November". Er: "Welche Fluglinie?" Ich: "Air Asia nach Bangkok." Er: "Gut, kann ich das Ticket sehen?" Tja, daran hatte ich natürlich nicht gedacht, dass ich für den Rückflug nach Bali das Flugticket nach Bangkok brauchen würde. Aber kein Problem. Der nächste Internetzugang befindet sich gleich gegenüber im Hilton Hotel auf der 5.Etage. Bob behält meine Boarding Cards und den Koffer hinter dem Schalter und ich eile davon. Jetzt nur nicht in Panik geraten! Nach einigem Herumirren im Flughafen-Parkhaus finde ich den richtigen Lift zur Hilton Hotelrezeption. Eine nette Lady begleitet mich ins Business Center, schaltet Computer und Drucker ein und ich tippe etwas ruhiger Benutzerkennung und Passwort für meine Mailbox ein. Dort liegt im Ordner Reise-Doku die Flugbestätigung für den Bangkok-Flug. Ein paar Klicks und der Drucker zieht rauschend ein weisses Blatt Papier ein und raus kommt meine Flugbestätigung. Geschenk von Hilton! Die Zeit reicht für das restliche Eincheck-Prozedere und so bin ich bald auf dem Weg nach Darwin mit knapp 6kg Boules im Handgepäck. Erkältet und etwas müde freue ich mich auf einen entspannten Zwischenhalt in Darwin. Der Koffer wird von JetStar direkt ins Flugzeug nach Bali umgeladen. Ich nehme den Umweg durch die Eincheck-Schleuse für internationale Flüge. Breite meine Habseligkeiten auf dem Laufband aus: Bauchtasche, Plastikbeutel mit Flüssigkeiten nun nicht mehr über 100ml - Zahnpasta wurde schon in Melbourne konfisziert -, Laptop, Rucksack und Mönchstasche. Ich schreite durch den Metall-DetekTor. Dahinter werfe ich einen Blick auf den Bildschirm des Securitybeamten und sehe meine Boules. Da kommt auch schon misstrauisch die Frage, wem DAS gehört und was DAS sei. Ich zeige und erkläre. "Die Kugeln sind zu schwer!" Damit lässt er mich stehen, bis die Kolonne hinter mir durchleuchtet ist. Die Kugeln dürfen nicht in die Flugzeugkabine, da man damit jemanden erschlagen könnte. Aber ich kann sie am Check-In Schalter als Fragile Item aufgeben. Ok, also aus der Sicherheitszone hinaus, Rolltreppe hinunter in die Abflughalle zum Check-In. Ich erkläre der Lady am Schalter den Fall und überreiche ihr das Zipperbag mit den Kugeln. "Zu klein, das könnte verloren gehen. Sie brauchen eine grössere Tasche." Woher nehmen? Einen Laden mit Taschen gibt es oben in der Abflugzone, wo ich herkomme. Langsam macht sich etwas Ärger breit. Hätte ich bloss 40$ Übergewicht bezahlt! Blöde Security!! Blöde Terroristen!!! Blöde Idee, Petanque Kugeln in Australien zu kaufen!!!! Aber wie immer hatte ich mir die Suppe ja selber eingebrockt mit meiner gloriosen Idee vor ein paar Wochen. Also cool bleiben und die Suppe auslöffeln. Wieder durch die Sicherheitsschleuse, Habseligkeiten ausbreiten, Habseligkeiten einsammeln, Rolltreppe rauf, Laden suchen, passende Tasche auswählen und ab damit zur Kasse. 45$ soll das Stück kosten. Ich greife zum Bauchbeutel und...ins Leere. Adrenalinstoss! Dann die Erinnerung. Tasche an der Kasse lassen. Rolltreppe runter, unter der Abschrankung durch zur Sicherheitsschleuse tauchen, Beutel packen, wieder durch die Sicherheitsschleuse, Rolltreppe hoch, zur Kasse, zahlen, wieder Rolltreppe runter mit Tasche, Zipperbag mit Kugeln an der Sicherheitsschleuse abholen, in die Tasche verpacken, zum Check-In Schalter, Tasche registrieren lassen. Die Tasche bekommt einen rotweissen Aufkleber mit dem Wort FRAGILE und ich den Hinweis, dass ich die Tasche am Schalter für Oversize Gepäck abgeben muss. Also auf zum fröhlichen Suchen des Oversize-Gepäck-Schalters. Dort endlich nimmt mir ein freundlicher Mensch die Last ab. Ahhhhh, 6kg leichter, 45$ und einige Schweisstropfen ärmer. Remember! Bin jetzt im tropischen Darwin und nicht mehr im frühlingsfrischen Melbourne. Ein letztes Mal durch die Sicherheitsschleuse und die Rolltreppe hinauf. Dann lasse ich mich in einen Fauteuil sinken, beisse in einen knackigen Apfel, überdenke die Geschichte und breche in Lachen aus. Ob ich wohl jemals in Bali eine Partie Petanque spielen werde? Welche Komödien und Dramen wir doch immer wieder in unserem Leben spielen.
Donnerstag, 10. September 2009
Quellen der Heiterkeit
Ich war wohl eine ziemlich langweilige Schülerin. Ich habe immer versucht, die "richtigen" Antworten auf Prüfungsfragen zu geben. Das hat mir gute Noten eingebracht. Dass man den Lehrer oder die Lehrerin mit den Antworten auch zum Lachen bringen kann, kam mir damals nicht in den Sinn. Wie schön, dass es Schüler und Schülerinnen gibt, die phantasievoller sind und anders denken.
Danke Koni, dass Du mit Deinen emails immer mal wieder für Erheiterung und Lachausbrüche in meinem ernsten Leben sorgst.

Danke Koni, dass Du mit Deinen emails immer mal wieder für Erheiterung und Lachausbrüche in meinem ernsten Leben sorgst.

Samstag, 20. Juni 2009
Geschichtenträchtig

Unser Ober-Tukang Pak Giri hat gestern morgen die grosse Bohrmaschine und 4 Maueranker geholt. Das macht er jeweils, indem er sich an der Tür durch Räuspern oder ein scheues hallo bemerkbar macht und dann einfach bor und baut sagt. Da wir mittlerweile ein ziemliches Sortiment an baut (Schrauben) haben, fragte ich zurück, welche. Da sie auf dem Tisch lagen, war die Antwort ein sprechender Blick Richtung Tisch. Beladen mit bor und baut zog er dann von dannen und ich neugierig hinterher, was er wohl damit machen würde. Ich wusste natürlich, woran er arbeitet. Die letzte Stütze für das Konsoldach war zu montieren an eine nicht vorhandene Wand. Kleiner Baufehler, für den es nun eine Lösung zu finden galt. So zielstrebig wie Pak Giri aussah, war ihm die Lösung klar. Statt rechtwinklig an die Hausmauer sollte die Stütze parallel an die Mauer der Westterrasse montiert werden. Sein Assistent Pak Sui wartete schon einsatzbereit. Pak Giri legte die bor auf den Boden und zeichnete an, wo die Löcher hinsollten. Als alles bereit war, hob Pak Sui die bor feierlich vom Boden und überreichte sie Pak Giri. Etwa im gleichen Augenblick realisierten wir alle drei, dass die bor noch nicht am Stromnetz angeschlossen war. Es schüttelte mich vor Lachen und die beiden, nach einem ertappten Hundeblick zu mir, auch.
Montag, 30. Juni 2008
Tukang Las
Eisenstangen fuer die Baustelle

Gestern abend kam nur ein SMS von Sanoka. Heute morgen dann kam Sanoka persoenlich, der Tukang Las mit Sohn Nr.2 und einem Gehilfen. Mit Tukang wird hier ein erfahrener Handwerker bezeichnet. Der Zusatz Las weist auf die Art des Handwerks hin. In diesem Fall ist es Schweissen. Sanoka wohnt und arbeitet mit seiner Familie in Tukad Mungga, einem der Doerfer, das an Lovina grenzt. 15 Jahre war er als Security Guard in einem Hotel und hat dabei Gaestebegruessungen in etwa 10 verschiedenen Sprachen gelernt. Auf mein Selamat pagi antwortet er mit Bonjour.
Die 3 Maenner haben auf 2 Mopeds die 3 vor einigen Tagen bestellten Terali besi, Eisengitter, fuer unsere Fenster im Erdgeschoss transportiert. Ein Auto kann sich Sanoka bei den Benzinpreisen keines mehr leisten. Das Muster fuer die Gitter hatte ich in seiner Werkstatt aus einem Katalog ausgewaehlt. Die Farben ebenfalls. Anschliessend kam Sanoka mit Tochter Nr.3 und Sohn Nr.4 vorbei um Mass zu nehmen und eine Offerte zu machen. Wir einigten uns auf 1,1 Mio. Rupien. Nach einer Anzahlung von 300'000 Rp. machte er sich auf den Weg nach Singaraja um die Eisenstangen zu kaufen. Jetzt steht das Resultat vor mir, sieht gut aus und passt nach erstem Hinhalten. Jetzt muessen die Gitter nur noch in die Fensterrahmen aus Holz montiert werden. Kein Problem fuer einen Tukang mit Gehilfen, denke ich und erinnere mich in Bescheidenheit an meine handwerklichen Experimentierjahre in Portugal. Der Rucksack von Sanoka offenbart eine Bohrmaschine, eine Flex und diverses Werkzeug. Zu dritt werden die Gitter Handgelenk mal Pi in die Mitte des Rahmens eingepasst. Mit einem Nagel werden die Stellen der vorbereiteten Loecher im Rahmen des Gitters auf den Fensterrahmen markiert. Gehilfenarbeit. Dann kommt der Chef mit der Bohrmaschine zum Einsatz. Er gibt Vollgas und drueckt den Bohrer an einer markierten Stelle bis zum Anschlag in den Fensterrahmen. Aus dem Bohrloch steigt Rauch. Das Holz heisst nicht umsonst Eisenholz. Mit dem Rauch steigen bei mir leichte Zweifel auf. Doch einem Tukang mit 15-jaehriger Security Erfahrung wage ich nicht zu sagen wie man nach meiner Erfahrung am besten ein Loch in hartes Holz bohrt. Vielleicht hat er ja eine andere erfolgreiche Methode, hoffe ich. Zudem hat er die gleiche Arbeit bei Mr. Jembe gemacht, der ein Handwerksprofi ist. Und so beobachte ich nur wachsam weiter. Nach einer Weile sind alle Loecher gebohrt und der Rauch hat sich wieder verzogen. Jetzt sind der Gehilfe mit Schraubenzieher und Sohn Nr.2 an der Reihe. Der einzige Schraubenzieher passt nicht so ganz in die Schlitze der Schrauben. Doch dafuer hat Sanoka ja vorausschauend die Flex mitgebracht. Kurzentschlossen schliesst er sie an und schleift den Schraubenzieher zurecht. Die Funken spruehen in Richtung meines Bettzeugs, das am Staender vor der Terrasse haengt. Doch nicht so weit, dass ich dem Tukang ins Handwerk fallen muesste. Der Schraubenzieher ist jetzt so schmal, dass er in jeden Schraubenschlitz passt. Waehrend Sanoka schliff, hab ich schon mal vorsorglich unsere Werkzeugkiste herangeschleppt und einen passenden Schraubenzieher gefunden. Der Gehilfe nimmt ihn ganz selbstverstaendlich an und beginnt zu schrauben. Die Schrauben senken sich verdaechtig leicht in die Loecher. Am Schluss erhaelt noch jede Schraube einen Abschiedsschlag mit dem Hammer auf den Kopf. Die Handwerkerin in mir schreit auf. Die Buddhistin in mir laechelt, weil sie sich an Steve's Geschichte von dem Mann erinnert, der ein komplexes Haus nur mit einem Hammer gebaut hat, weil das sein liebstes Werkzeug war. Ich schaue mir das Werk an und ruettle ein bisschen am Gitter. Es haelt. Also Zeit fuer ein paar Mandarinen, kuehles Wasser und einen Schwatz mit dem Trio. Freudig bringe ich die Erfolgsmeldung meinem Liebsten und mache die Restzahlung bereit. Da bricht wieder einmal das Unglueck ueber mich Schoenseherin herein. Der Liebste sieht sich das Werk nicht nur an, sondern testet es gleich, wie wenn er der Einbrecher waere. Bei dem kraeftigen Geruettel fliegen einige der totgehaemmerten Schrauben aus ihren viel zu grossen ausgeraeucherten Loechern. Ich rufe den Tukang wieder zurueck. Er sieht ein, dass es so nicht geht und gibt die Restzahlung zurueck bis auf 100'000 Rp., von denen er verspricht, besser passende Schrauben zu kaufen.
Doch erstmal ist Mittagspause. Bei uns gibt es Tomatensalat und Kaesebrot. Das Trio freut sich auf eine Portion Nasih in einem Warung. Erstaunlich schnell sind sie wieder da mit einer neuen Schachtel Schrauben, die kaum dicker, aber fast 2cm laenger sind. Trotz aller Kraft und passendem Schraubenzieher lassen sich die neuen Schrauben nicht ganz in die alten Loecher versenken. Also muss nochmal die Bohrmaschine her. Da einige der ersten Schrauben den Einbrecher-Ruetteltest ueberstanden haben, laesst sich das Gitter nur unter zusaetzlichem Aufwand entfernen. Und man kann ja auch durch die vorgebohrten Loecher im Gitterrahmen bohren, denkt sich Sanoka und tut's. Zur Reibungswaerme im harten Holz kommt jetzt noch eine leichte Schraeglage des Bohrers und die Beruehrung mit dem Gitterrahmen. Zuviel fuer den Bohrer. Die Spitze bricht ab und bleibt im Bohrloch stecken. Sanoka und sein Gehilfe stehen vor einer neuen Herausforderung. Wie entfernt man einen abgebrochenen Bohrer aus einem Bohrloch? Ich stehe vor einem wutentbrannten Liebsten. Erstmal abwarten, bis sich der Rauch verzogen hat. Der Tukang zieht ab mit dem Auftrag passende Schrauben zu kaufen. Ich erwache unsanft aus meiner Schoenseherei in die harte Wirklichkeit, dass eben ein balinesischer Tukang kein schweizerischer Handwerksmeister ist. Und ich sehe den Grand Canyon, den es zu ueberbruecken gilt.
Sonntag, 21. Oktober 2007
Sonntagslachen
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