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Donnerstag, 5. Juni 2014

Zuhause in Bali?


We can't live in the moment - much less become native to our places - when we're always departing for another destination.

Wir können nicht in diesem Moment leben - und noch viel weniger an diesem Platz heimisch werden - wenn wir ständig zu neuen Gefilden aufbrechen.

Kiko Denzer - A Work of Art

Sonntag, 5. Juli 2009

Sunday Blues


Wenn ich merke, dass ich mich innerlich sträube und auflehne, dann verwende ich gerne das Bild eines sanft dahinströmenden Flusses. Versucht, den Geist dem Wasser gleichzumachen. Es fliesst mühelos in alles hinein, über alles hinweg, um alles herum. Es bleibt niemals kleben, sondern strömt beständig dahin.

aus dem Buch auf dem Bild von Rosemary und Steve Weissman

himmelblau - meerblau - yogablau - mehr blau

Samstag, 21. Juni 2008

Das goldene Notizbuch

Es ist 3 Uhr morgens. Seit etwa 2 Stunden kann ich nicht mehr schlafen. Ich spuere meinen Bauch. Etwas liegt schwer darin und gleichzeitig fuehle ich mich hungrig, spuere ein Loch im Bauch. Ich esse eine Banane um das Loch zu fuellen und mache heisses Wasser. Meine Sicht ist etwas verschwommen. Aber schreiben geht gut. Gedanken ueber den gestrigen Abend kreisen durch den Kopf. Soviel wurde gesprochen ueber Wein, welcher Wein wie schmeckt, wie teuer ist, wie angebaut wird, wann und wo getrunken wurde und vielleicht auch warum. Weingeschichten. Ich schaffe es, auf Alkohol zu verzichten, aber esse eine Wurst und trinke Kaffee, bzw. Espresso aus der Maschine und Pulver, wer weiss woher. Es ist so einfach gemaess meinen Prinzipien zu verurteilen. Ja, was sind meine Prinzipien, die Fallbeile, unter die ich das Verhalten anderer Menschen lege? Ihnen kann ich auf die Spur kommen. Nur lokale Produkte verwenden. Menschenarbeit statt Maschinenarbeit. Kein Alkohol. Kein Fleisch. Und dann ist da ein perfekter Schweizer Haushalt in Bali. Gastfreundschaft, die ich geniesse. Ich versuche zu verstehen. Das Dukkha zu sehen. Die Ursache davon. Dann durchstoebere ich das Buechergestell und stosse auf Doris Lessing's Goldenes Notizbuch. In irgendeinem Blog hatte ich Zitate daraus gelesen, wahrscheinlich bei Else. Sie hatten mich beruehrt. Ich frage, ob ich das Buch ausleihen darf. Ja, aber Wiedersehen macht Freude.
Ich lese das 20 Seiten lange Vorwort. Die Struktur und der Ausblick interessieren mich. Das Buch selber hat fast 800 Seiten. Ich fasse Mut. Doch nach ein paar Seiten kapituliere ich mit dem Satz: Mich interessiert nicht die Befreiung der Frau, sondern meine eigene Befreiung aus meinem eigenen Gefaengnis. Noch ein paar mal schlage ich das Buch irgendwo auf und lese ein paar Zeilen. Davon sind mir diese 3 Saetze bemerkenswert:

Warum habe ich immer dieses schreckliche Beduerfnis, andere Leute dazu zu bringen, die Dinge so zu sehen, wie ich sie sehe? Das ist wirklich kindisch. Worauf es hinauslaeuft, ist, dass ich Angst habe, mit dem, was ich fuehle, allein zu sein.

Ich war bei den Medizinmaennern, um jetzt zu wissen, dass keiner mir etwas antut - ich tue es mir selber an.

Ich war erstaunt darueber, wieviele weibliche Rollen ich in meinem Leben nicht gespielt habe, zu spielen abgelehnt habe oder wieviele mir nicht angeboten wurden. Selbst im Schlaf wusste ich, dass ich verurteilt war, sie jetzt zu spielen, weil ich sie in meinem Leben abgelehnt hatte.

Dienstag, 1. Januar 2008

How to outwit temptations

Erste Lektion im Neuen Jahr. Von Yogananda. Sobald ein Bedürfnis oder Wunsch zur Gewohnheit führt, beende sie und dann denk darüber nach, warum. Hab heute morgen einen kleinen Splitter unter der Haut am linken Zeigefinger entdeckt. Die Sicherheitsnadel, die sich seit dem ersten Schritt auf der Ruta de la Plata im 2004 in meinem Portemonnaie befindet, hat geholfen. Der Splitter ist raus.
Hiermit beende ich mein Bedürfnis des Bloglesens und -schreibens und tu was anderes. Hab gern für Euch und mich geschrieben. Danke für Euer Mitlesen und Begleiten.

Tschüss

Sonntag, 8. April 2007

Menschliches Potential

Es reicht von bestialisch-brutal bis faszinierend-genial. Mit Tränen im Herzen und starken Nerven habe ich mir dieses Video über den Umgang einiger Menschen mit Tieren angesehen. Denkt mal an die Hühner, die Eure Ostereier gelegt haben, statt an den Osterhasen. Wieviele Wesen leiden für unsere Bequemlichkeit und unseren Luxus. Was kann ich tun, auf was kann ich verzichten, um mein Leiden und das anderer Wesen zu vermindern?

Die Lotosblätter hoben sich an dicken Stielen runzelig und wuchernd aus dem Wasser. Dann erschienen die Lotosknospen, die wie blinde Tulpen aussahen und sich eine Woche später zu Explosionen von schmachtendem Rosa öffneten.
V.S.Naipaul, Land der Finsternis

Wozu sind Menschen sonst noch fähig? Emil Krebs hat über 120 Sprachen gelernt. Über 60 davon konnte er fliessend sprechen, lesen und schreiben. Die chinesische Kaiserin mochte ihn als Gesprächspartner und chinesische Gelehrte fragten ihn um Rat in Grammatikfragen. Er war ein Mensch wie Du und ich. Ein Mensch mit menschlichem Potential.

Aber auch Tiere haben erstaunliches Potential!
Wenn der Osterhase bei Dir noch nicht vorbeigehoppelt ist, dann liegt es vielleicht daran:

Dafür bringt Dir Nora ein Osterständchen:

Pianist Cat - The funniest home videos are here

tierisch? menschlich?


Danke Koni und San-bao für die Ansichten und Inspirationen zu diesem Posting.

Freitag, 1. Dezember 2006

Entzug

Nach einem Jahr Blog mit 225 Postings schenke ich mir 1 Monat Schreibpause und Dir 1 Monat Lesepause. Ich fliege morgen zur Körperreinigung hierhin und dann zur geistigen Entwicklung weiter dahin.
Mach was schönes aus Deinem Leben und ich freu mich auf Deinen Besuch im nächsten Jahr. Herzlichen Dank für Deine Zeit.